Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A. Batschinzki und V. Gabritschewski: Die sprechende Petroleumlampe. Physikalische Zeitschrift, 4. Jahrg., 403. 1903
Person:
Gaede
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37382/2/
IMeraturbencht 
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«in Mikrophon, für stork© Ströme, und verbindet di© Sekundftrpole mit dem 
Brennern zweier In. einem anderen Raume aufgestellten Petroleumlampen, 
m geben diese das Singen, das Pfeifen und sogar da« Sprechen wieder. 
Wesentliche Bedingung für den guten Erfolg des Versuchs besteht in ge¬ 
nügend großen Änderungen des Potentials an den Flammenelektroden. 
Gasdk (Freiburg i. B.). 
M, Fbterr. Öler ile Widmtaftdsfihigkeit i«a Mag«, iasoaderhalt ?®i 
YakaMingsfi, gegenüber sckidigenden iinflttiiem JPflüger* Archiv IW, 
298—331. 1803. 
Verf. untersucht di© Einwirkung von Widerständen verschiedener 
Art auf Klinge, bee. Vokalklänge. Versuche im. Freien auf ebener Land¬ 
straße ergaben in Übereinstimmung mit Wolf: Von. den gleich laut 
gesungenen Vokalen besitzt die gröfste Widerstandsfähigkeit das A, dann 
0, weiter E, I, U. Während das A, wenn überhaupt gehört, stets richtig 
erkannt wird, geht bei O, E, I und. U der Vokalcharakter verloren, schon 
ehe jede Klang Wahrnehmung aufhört. Ähnliche Versuche liefsen sich am 
Echo anstellen, sowie in. geschlossenen Räumen mit verhängten Türen, 
wobei Rufer und Hörer durch ein Zimmer getrennt waren. Im Anschluss 
am Versuche von. Tufts über Fortpflanzung von Luftströmungen und Tönen 
durch, poröse Materialien verwendete Verf. weiter ein Röhrensystem, durch 
welches dem Hörer di© Töne indirekt zugeleitet wurden. In dieses war 
ein Widerstand eingeschaltet, bestehend aus einem. U-förmig gebogenen 
mit körnigem Material (Schrot, grobgepulvertes Glas etc.) gefüllten Rohr. 
Wurden vor einem Aufnahmetrichter auf der Violine Tonleitern in subjektiv 
gleicher Tonstärke aller Tön© gespielt, so wurde vom Beobachter bei leerem 
TJ-Rohr ein regelmäßiges Decrescendo nach der Höhe zu vernommen. Die 
höchsten Töne (ca. 1000—3000 Schw. p. S.) zeigten keine Intensitätsabnahine 
mehr. Wurde das U-Rohr mit Schrot gefüllt, so wird je nach der Höhe der 
Füllung ©in verschieden grofser der Teil Tonleiter, wiederum Decrescendo, 
•* 
wahrgenommen. Ähnliches ergaben Versuch© mit Labialpfeifen (sowie mit 
der Violine im Freien). Bei voriger Versuchsanordnung kommen subjektiv 
gleich laut gesungene Vokale in verschiedener Intensität an, (Reihenfolge 
absteigend: A, O, E, I, U). 1st ein stärkerer Widerstand eingeschaltet, so 
werden sich U, I, E und auch O im Klang immer ähnlicher, und können 
schließlich von. einem Pfeifenton gleicher Höhe nicht mehr unterschieden 
werden; Â bleibt stete deutlich erkennbar. Über di© objektiv© Stärke der 
•Klinge suchte Verf. sich durch das KÖNioeche Flammenbild Kenntnis zu 
verschaffen. Mit einer an die vorige sieh anschließenden Anordnung ließ 
»ich zeigen, daß bei eingeschaltetem Widerstand die Amplitudenabnahme 
mm geringsten bei A. ist. Während di© A-Kurve durch den. Widerstand, 
nur wenig' geändert wird, zeigen O und E und besonders I und U ©in© 
stark© Veränderung des Flammenbildes, die hauptsächlich im Verschwinden 
der kleineren Zacken, besteht. Zur Erklärung der Versuche zieht Verf. 
die größere Empfindlichkeit de® Ohres für höher© Tön© heran. Soll ein© 
„Tonleiter in subjektiv gleicher Stärke gespielt werden, so muß die objektive 
Tonstärke wegen der zunehmenden Empfindlichkeit abnehmen. Wird nun 
durch einen eingeschalteten Widerstand bei Tiefen und, bei hohen Tönen 
Zeitlohn ft für Psychologie 86. 15
        

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