Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über permanent- intravenöse Injektion von Peptonen und genuinen Proteinen.
Person:
Henriques, V. A. C. Andersen
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37380/9/
202 
V. Henriques und A. C. Andersen, 
Tabelle zu Versuch IX. 
Ziegenbock Nr. 38. — Zufuhr von Eidotter. 
Datum 
Temp. 
des 
Tieres 
Mengè 
der 
injizierten 
Flüssigkeit 
in Litern 
Diu¬ 
rese 
in 
Litern 
Glu 
Ein¬ 
gabe 
g 
kose 
ausge- 
8i\hie- 
den 
i 
Ein¬ 
gabe, 
1 
g 
Sticksto 
ausge¬ 
schieden 
im Harn 
K 
ff 
Bilanz 
g 
Ham- 
stoff-N 
in °/i> 
vom Ge- 
samt-N 
30./3.—31./3. 
39,2-38,1° 
2,70 
U2 
270 
6 
3,70 
7,15 
-r- 3,45 
87 
31.;3.—1./4. 
38,9-37,7° 
3,20 
3,10 
320 
20 
5,571 
12,07 
-4- 6,50 
90 
1./4.-2./4. 
38,8-38,1° 
3,03 
4,45 
303 
18 
5,05' 
8,16 
~ 3,11 
86 
2./4.—3.4 
39,0—40,2° 
3.15 . 
3,28 
315 
11 
6,43 
8,35 
-4- 1,92 
87 
3./4.-4./1. 
41,1-40,7° 
2,58 
3,33 
258 
20 
5,77 
10.31 
*r 4,54 
89 
4./4.—5./4. 
4t),3—40,1° 
3,05 
1,75 
305 
5 
7,05' 
8,94 
-4- 1,89 
8t) 
Ö./4.-6./4. 
40,4-40/,° 
2,90 
1,72 
290 
3 
7.40 
9,22 
-4- 1,82 
91 
6,/4.-7./4. 
40,5-40,2° 
3,10 
1,97 
310 
6 
7,371 
9,64 
-4- 1,77 
84 
Aus dem oben Angeführten geht hervor, daß permanent¬ 
intravenöse Injektion von Wittepepton, Gasein und Hühner¬ 
eiweiß stark giftig wirkt, und daß die Anwendung der beiden 
Proteine Albuminurien erzeugt. Da es sich indessen gezeigt 
hat, daß nicht alle genuinen Proteine giftig wirken, da die In¬ 
jektion von Eidottern ja längere Zeit hindurch ausgehalten 
werden kann, lag es nahe, zu untersuchen, wie sich die Proteine 
des Blutes selbst bei intravenöser Injektion verhalten. Zu dem 
Ende haben wir mehrere Versuche ausgeführt, bei denen wir 
teils artfremdes teils arteigenes Serum anwendeten. 
Versuche mit artfremdem Serum. 
Als Versuchstiere wurden Ziegenböcke, in einem Falle 
ein Truthahn benutzt. Das benutzte Serum war ein durch 
mehrmalige Erwärmung auf 60° *) inaktiviertes Pferdeserum. 
Wie bekannt erzeugt die Injektion von Pferdeserum an Ziegen 
nach einiger Zeit einen anaphylaktischen Shock; da ein solcher 
gewöhnlich aber erst nach ca. 14 Tagen eintritt, wird es also 
innerhalb eines solchen Zeitraumes möglich sein, den N-Umsatz 
im Organismus zu untersuchen. Außer dieser Wirkung hat 
aber das Serum oft eine giftige Wirkung auf die Versuchstiere, 
*) Über die Bedeutung der Erwärmung auf 60° siehe Friedenthal 
und Lewandowsky. Arch. f. (Anat. u.t Physiologie, 1899, S. 531. 
*
        

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