Bauhaus-Universität Weimar

463 
Beiträge zur Kenntnis des Betains. 
Lösungswärme von wasserfreiem Retain. 
Zur Bestimmung der Lösungswärme benutzte ich das 
von Josef Jannek und Julius Meyer1) angegebene Ver¬ 
fahren. In ein oben verengtes De war-Gefäß mit Silberbelag 
tauchte ein Rührer und ein in Vso Grade geteiltem Beckmann- 
Thermometer. Der Wasserwert dieses Kalorimeters mit Zubehör 
wurde durch Zusatz von 50 ccm Leitungswasser von 13,7° zu 
50 ccm destilliertem Wasser von 17,6° aus dem Temperatur¬ 
abfall von 1,57° zu 25 cal. berechnet. Das Kalorimeter wurde 
mit 100 ccm destilliertem Wasser von etwa 17,9® gefüllt und 
das Thermometer abgelesen, sobald sich eine konstante Tem¬ 
peratur eingestellt hatte. Betain wurde aus einem verschlossenen 
Wägegläschen rasch eingetragen und nach Temperaturkonstanz 
wieder abgelesen. Durch Umschwenken des Dewar-Gefäßes 
überzeugte ich mich, daß alle Brocken gelöst und kein Betain 
an den Wandungen, dem Thermometer und Rührer haften 
geblieben war. 
Die Lösungswärme wurde aus der Formel;: 
R=-(a+p)(t2-g | 
berechnet, wto m das Molekulargewicht, s die angewandte Sub¬ 
stanzmenge, a die Wassermenge, p den Wasser wert und t2—tt 
die Temperaturdifferenz bedeutet. 
» 
m 
s 
g 
a 
ccm 
P 
ccm 
t,-t| : 
R 
117,12 j 2,1103 
117,12 | 2,5335 
100 
100 
25 
25 
0,205°' 
0,235 °‘ 
-f 1422 cal. 
-f1347 cal. 
Die Lösungswärme beträgt im Mittel + 138p cal. 
Hygroskopizität von Betain. 
Über das Verhalten von wasserfreiem Betain an der Luft 
geben folgende Wägungen Aufschluß: 
*) z anorg. Ch., Bd. 83, S. 65 (1913). 
32*
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.