Bauhaus-Universität Weimar

Beiträge zur Kenntnis des Betains. 
Von 
Hugo Stoltzenberg. 
Mit 4 Kurven, 14 Abbildungen ira Text und 2 Tafeln. 
(Der Redaktion zugegangen am 20. Juli 1914.) 
Trotz des großen Interesses, das der Gewinnung und 
Verwertungsmöglichkeit des Betains, des wichtigsten stickstoff¬ 
haltigen Abfallproduktes der Rübenzuckerfabrikation,, heute ent- 
gegengebracht wird, ist die Kenntnis von den physikalischen 
und chemischen Eigenschaften dieses Körpers sehr lückenhaft. 
Vorliegende Arbeit soll diesen Mangel beseitigen helfen. Ich 
hoffe durch Beschreibung und nähere Charakterisierung der 
Verbindungen des Betains, die bisher zur Darstellung und zum 
analytischen Nachweis des Betains benutzt wurden, auch denen 
von Nutzen zu sein, die sich mit der Gewinnung von Betain 
beschäftigen. Besondere Aufmerksamkeit habe ich dèr krystallo- 
graphischen Untersuchung der Betainderivate zugewandt, weil 
dem krystallographischen Studium cyklischer, aliphatischer Ver¬ 
bindungen in neuester Zeit besonderes Interesse geschenkt wird.1) 
A. Allgemeiner Teil. 
I. Löslichkeit, Lösungswärme, Krystallwassergehalt, 
Hygroskopizität und Geschmack. 
Über die Löslichkeit von Betain in Wasser findet sich 
in der Literatur nur eine Angabe von Scheibler,* *) nach der 
eine bei 25° gesättigte, wässerige Lösung einen Gehalt von 
‘) p. Groth, Ringbiidung und Kristallstruktur, Ber., Bd.47, S. 2063 
(1914). ’ 
*) Ber., Bd. 2, S. 292 (1869). 
Hoppe-Seyler's Zeitschrift f. physiol. Chemie. XCII. 3J
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.