Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über das Hautsekret der Fische. I. Mitteilung: Die Chemie des Aalschleims
Person:
Müller, Johannes Hans Reinbach
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37368/14/
Untersuchungen über das Hautsekret der Fische. * I. 
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Daraus würde sich die empirische Formel eines zweiten 
Diaminomonophosphatids berechnen: C5SH91N,P014. Die 
ziemlich weitgehende Ähnlichkeit mit der oben abgeleiteten 
Formel des krystallisierten Diaminomonophosphatids A 
legt aber die Möglichkeit nahe, daß es sich um ein Oxydations¬ 
produkt des Phosphatids A handelt. 
Acetonfällung Dr 
Die in ätherischer Lösung mit Aceton erzielt« Fällung D4 
(s. o.) im Gewichte von 20 g wurde mit wenig Äther gelöst, 
von einer kleinen Menge eines weißen Körpers abfiltriert, der 
Äther verdunstet, Rückstand in ziemlich viel Alkohol gelöst, 
von sehr geringer Trübung nach Absitzen abgegossen, das 
alkoholische Filtrat im Vakuum eingedampft und im Vakuum¬ 
exsikkator getrocknet. Beim Trocknen wurde eine geringe Ge¬ 
wichtszunahme, wohl als Folge von Autoxydation, beobachtet. 
Analyse von D,: 
1. Phosphorbestimmung (Neumann): 
0,3162 g Substanz = 17,85 ccm n/,-NaOH = 3,13®/o P 
0,3106 » » = 17,85 * > = 3.12 °/o » 
2. Stickstoffbestimmung (Kjeldahl): 
0,5605 g Substanz = 9,3 ccm n/,0-H,SO4 • = 2,32 °/o N 
0,6425 » » = 10,5 » » =»•■-2,27% » 
3. Verbrennung: 
0,1753 g Subst. = 0,1575 g H,0 u. 0,4215 g C0a = 10,06°/« H. 65,58° « C. 
Die prozentische Zusammensetzung des Phosphatids ist demnach: 
C = 65,58®/«, H = 10,06 °/o, N °/o 2,30®/o, P == 3,-125®/«, 0 = 18,9®/®.. 
Das Verhältnis N : P berechnet sich auf 1,64 :1. Diese 
Relation zeigt, daß der analysierte Körper nicht einheitlich war. 
Tatsächlich zeigte sich bei der Verseifung, daß in dem Unver¬ 
seifbären eine nicht unbeträchtliche Menge Cholesterin, ent¬ 
halten war, welche natürlich die Zahlen für den .Kohlenstoff 
erhöhte, während die Zahlen für N und P etwas zu niedrig sind. 
Verseifung von D 4: 4 g wurden in 150 ccm gesättigter 
Barytlösung suspendiert und mehrere Stunden am Rückflu߬ 
kühler gekocht. In die heiße Lösung wurde CO, eingeleitet 
und nach dem Erkalten filtriert. Das Filtrat wurde auf dem 
Wasserbade zur Trockene gebracht, der Rückstand mit abso-
        

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