Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über Stickstoffretentationen bei Zufuhr von Ammoniaksalzen oder Harnstoff. Durch Versuche mit permanent-intravenöser Injektion untersucht.
Person:
Henriques, V. A.C. Andersen
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37365/10/
30 V. He nriqucs und A. C. Andersen, 
dere schwefelhaltige Verbindungen zuführen und danach unter¬ 
suchen, ob dadurch eine Retention von Schwefel im Organismus 
entsteht — mit oder ohne entsprechende N-Retention. Ver¬ 
suche dieser Art haben wir bereits in Angriff genommen. 
Bei den unten zu referierenden Versuchen suchten wir 
um die Bakterienwirksamkeit im Darmkanal hinwegzukommen, 
indem wir alle Nährstoffe direkt ins Blut injizierten, entweder 
durch eine Halsvene oder durch die Milzvene. In betreff der 
angewandten Methodik verweisen wir auf die von uns früher 
in dieser Zeitschrift veröffentlichte Abhandlung.1) Die Vorteile 
einer solchen permanent-intravenösen Injektion sind für die 
vorliegende Frage sehr bedeutend, indem man sich bei diesem 
Verfahren gegen eine eventuelle Proteinbildung durch Bakterien¬ 
wirksamkeit im Darmkanal sichert. Selbstverständlich bietet 
die angewandte Technik nicht wenig Schwierigkeiten dar, und 
namentlich wird die Zeit, die ein Versuch dauern kann, viel 
kürzer sein als bei einem gewöhnlichen Fütterungsversuch; 
doch gelang es in einem Versuch, die permanent-intravenöse 
Injektion 25 Tage lang durchzuführen. Die Versuche wurden 
an Ziegenböcken ausgeführt; nur in zwei Versuchen wurde ein 
Truthahn angewandt; in diesen Fällen fand die Injektion durch 
eine in eine grolle, oberflächliche Vene des Oberarms einge¬ 
führte Kanüle statt. Übrigens hat es sich gezeigt, daß Trut¬ 
hähne die permanent-intravenöse Injektion sehr gut vertragen 
und sich überhaupt ausgezeichnet zu Versuchen dieser Arteignen. 
In betreff der ausgeführten Analysen soll folgendes an¬ 
geführt werden. Der N-Gehalt der injizierten Flüssigkeit wurde 
nach Kjeldahl bestimmt. Die Zuckermenge des Harns wurde 
teils durch Titrierung nach Bang, teils durch Gärung nach 
Wiedmann bestimmt. 
Der N-Gehalt des Harns wurde nach Kjeldahl bestimmt, 
die Harnstoffmenge teils nach der Hypobromitmethode in der 
Weise wie von M. Krogh angegeben,2) teils nach der Auto¬ 
klavenmethode.3) 
‘) Diese Zeitschrift, Bd. 88, S. 357 (1913). 
*) Diese Zeitschrift, Bd. 84 (1913). 
3) Skandinav. Archiv f. Physiol., Bd. 25 (1911).
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.