Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Mechanismus der Methämoglobinbildung durch Acetanilid und seine Abkömmlinge
Person:
Ellinger, Philipp
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37360/5/
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Philipp Ellinger, 
Substanzen annehmen, daß die Atmungsbeeinträchtigung ledig¬ 
lich eine Folge der Methämoglobinbildung ist und daß auch 
die Beobachtung der Atmungsfähigkeit die quantitative Fest¬ 
stellung des Grades der Methämoglobinbildung gestattet. 
Die Untersuchungen wurden, um weitere Fehlerquellen 
auszuschalten, stets an der gleichen Tierart vorgenommen, 
und zwar die Bestimmungen der Atmungskapazität an Katzen¬ 
blut, das für Methämoglobinbildung besonders geeignet ist 
die Veränderungen der Atmung an Gänseblutkörperchen. Die 
Veränderung der Atmungskapazität wurde in vitro und in vivo 
beobachtet. Die Reagenzglasversuche wurden mit gewaschenen 
Blutkörperchen, mit geschlagenem Blut, mit Hirudinblut, mit 
Citrat- und Oxalatblut angestellt, was stets steril aufgefangen 
war. Für die in vivo-Versuche wurde immer Blut aus der 
Arterie mit einem Körnchen Hirudin ungerinnbar gemacht 
und unverdünnt untersucht. Die Atmungsversuche mit Gänse¬ 
blut wurden stets an sterilem, durch Schlagen mit runden 
Glasperlen defibriniertem Blut vorgenommen, um bei den zum 
Teil auf längere Zeit sich erstreckenden Beobachtungen durch 
die bakteriziden Eigenschaften des Serums störende Bakterien¬ 
entwicklungen hintanzuhalten. 
Die Bestimmung der Atmungskapazität erfolgte mittels 
der Ferricyanidmethode nach Haldane-Barcroft nach der Be¬ 
schreibung von Fr. Müller in Abderhaldens Handbuch der 
biochemischen Arbeitsmethoden Bd. 3, S. 685. Es wurden, 
wenn irgend möglich, von jeder Bestimmung zwei Kontroll- 
analysen gemacht und bei möglichst gleichmäßiger Temperatur 
gearbeitet. Schwankungen von 10 im Verlaufe vielstündiger 
Versuche sind als Maximum anzusehen. Bei einiger Übung 
stimmen die Ergebnisse auf etwa 2% überein, größere Fehl¬ 
schläge, wie sie bei Müller geschildert werden, wurden ver¬ 
hältnismäßig selten beobachtet und jeweils durch Untersuchung 
einer neuen Blutprobe richtiggestellt. Sehr wesentlich zur 
Vermeidung von Fehlern trägt ein außerordentlich sorgfältiges 
Hämolysieren des Blutes durch Schütteln mit Ammoniaklösung 
bei. Gegen die Anwendung dieser Methode zur Bestimmung 
der Atmungskapazität bei Vergiftung des Blutes mit Hämoglobin-
        

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