Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bestimmung der Sortenreinheit und Sortenechtheit bei Beurteilung von Saatgutfeldern unter Zuhilfenahme variationsstatistischer Untersuchungen
Person:
Hillmann, Paul
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit37354/13/
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Dr. Spaul .'pittmann: 
um baran wie alljährlich Beobachtungen für bie ©aatenanerfennung über eine 
Sfteifje non ©orteneigenfdjaften, wie 2IuSgegIid)enheit, Reifegeit, Beimengungen 
unb bergleichen gu machen. ®er ©tanb mar im Qahte 1908 ein red)t gleich* 
mäßiger unb burd) 2IuSwinterung nid)t befd)âbigter, wie man ihn feiten bei 
berartigen Heineren Beeten erreicht. ®ie einzelnen fpauptarten waren an einem 
Sage auSgefüt, fo baff ein ©ortenbergleid) möglich war, wenn aud) wegen 
Meinheit ber Beete eine mafjgebenbe GsrtragSermittelung auSgefddoffen war. 
®ie fpanbhabe gut Prüfung ber 2tuSg'egIid)enheit nach bariationSftatiftifd)er 
Rtethobe fanb fid) borgegeid)net in ben unter RobewalbS Seitung entftanbenen 
fdjönen Arbeiten bon § e b b e1), weldje leibet nur in berftümmelter 0wrm 
ohne SSiebergabe bon tafeln ber BariationSfwlhgone beröffentlid)t ift. Rad) 
feinem Borfdjtage bebiente id) mich ber Beftimmung beS burd)fd)nittlid)en 
Fehlers mittels beS 2IuSgleid)S nad) ben erften ißotengen nad) ber formel: 
(v) 
r = 0,845 
V n (n — 1) 
(v) erhält man burd) 2Ibbition ber ©ifferengen beS SOÎittelë bon ben bei 
mir in ber Regel 100 (Singelbeobachtungen für febe einzelne ©orte ohne Rüd* 
fid)t auf baS Botgeidjen. n bebeutet bie 2Ingahl ber Beobachtungen. ®iefe 
formel ift bon mir emfntifd) angeWenbet, wegen ber matl)ematifd)en Be* 
red)tigung unb Ableitung biefer formel muß id) auf bie SIrbeiten bon fp ebbe 
unb 2IIbrecht2), fowie auf bie fonftigen Ianbwirtfd)aftlid)en 2InWenbungen 
biefer Rechnungsarten bon 9DÎ i t f d) er lid), Robewalbunb Pfeiffer, 
welche bon 211 b t e d) t zitiert finb, hiuweifen. ®er Einfachheit wegen ïjabe 
id) mich bann wie e b b e für baS Rechnungsergebnis ber aufgeführten 
formel immer beS 2IuSbrudS BariationSbreite bebient. ©elbftüerftänblid) fann 
man bie berfdhiebenen 2luSmeffungen aud) graphifct) barftellen, am einfad)ften 
burd) bie ©aItonfd)e £>gibe, inbem bie Etgebniffe georbnet aufgetragen unb 
burd) eine Sinie berbunben werben (fielje einige Beifpiele am ©d)luffe ber 
2Irbeit). jyüt ®arftellung nod) gasreicherer iïïceffungen tonnte man fid) auch 
beS BariationSfDoIhgonS ober einer Q u e t e I e t fdfen ^urbe bebienen, wie fie 
befonberS Q o h a n n f e n 3) gut ®arftellung feiner bariationSftatiftifd)en Unter* 
fudjungen benutzt hat- ®ie Rieffungen erftredten fid) auf bie ©fnnbellänge 
unb würben mit ber ©d)ub!eere beS Sang fcf)en RedjenftabS für 2îhrd)en* 
unb $örnerbid)tebeftimmung auSgeführt, welcher berartige 2Irbeiten fehr ber* 
einfacht4), darauf Würben bie2H)rd)en gegählt unb bie ®hrchenbichte berechnet, 
©obann würben bie 21bweid)ungen bom arithmetifchen SRittel ber ©fnnbellänge 
1) §ebbe, 33ariation§ftatiftifd)e Unterfucfjungen über einige Shilturbftanjen. Sanbm. 
83erfucf)gftationen 33b. 59, 359—396. 
2) 3ltbrecf)t. Ä., ®ie Ijfet)ür>i’al)rid)einüd)öieitöberertmintii unb ifjre Stntoenbung an) bie 
ipfiangenjiiditung. gfü£)ling8 lanbro. Jjieitung, 59. Jatjrg., C>eft 17, 1909. 
3) gotjannfen, SS. Uber ©rblidjfeit in ^Populationen unb reinen Sinien, .gena. 
©. gifd>er 1903. 
goijannfen, SB. Gtemente ber ejatten ©rblidüeitsüefire, fjena, ©. gifdjer 1909, ©.8ff. 
4) Sang, §. $ie fnïfSmittel be§ ©etreibe^ndjterS. üttnftricrte lanbm. Rettung 1907, 
3tr. 33-34, ©. 304, fyig. 256.
        

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