Bauhaus-Universität Weimar

246 
Paul Rostosky, 
schienen auch zwei verschiedene Vokale, wie e und a, o und a, 
i und u u. s. w., dort in einen Diphthong zusammenzufließen. 
Leute, die auf einem Ohre taub oder schwerhörig waren, ver¬ 
nahmen hei dem obigen Versuche, den Purkynë wohl über¬ 
haupt zur Orientierung über das Verhältnis der Hörfähigkeit 
beider Ohren zu benutzen pflegte, den Schall entweder nur im 
anderen Ohre oder zwischen diesem und der Medianebene. Den 
Grund, weshalb oben der kombinierte Eindruck in den Hinter¬ 
kopf verlegt wurde, glaubt er (etwas kühn) in der Lagerung 
sowohl der wichtigsten Membranen (die Vertikalen auf dem 
Trommelfell und Steigbügel weisen dorthin), als auch der Nerven- 
ausbreitung zu finden. 
Thompson12) (1877) nahm auch bei schwebenden Tönen, 
welche getrennt je zu einem Ohre gelangten, eine Lokalisation 
der Stöße in der oberen Region des Kleinhirns wahr; ja selbst 
die bei Anwendung von e1 und gi von ihm beobachtete rauhe, 
knarrende Empfindung schien dort ihren Sitz zu haben. 
Die folgende - Arbeit Thompson’s16) (1878), aus welcher 
übrigens hervorzugehen scheint, dass oben unter den Stößen 
(beats) die im Verlaufe der Schwebungen erfolgenden Ab¬ 
schwächungen der Empfindungsintensität zu verstehen sind, ist 
vorwiegend der Untersuchung dieser beim diotischen Hören auf¬ 
tretenden Lokalisationserscheinungen gewidmet. Indem er zu¬ 
nächst einen beliebigen Schall mit Hülfe zweier Belfischer 
Telephone, bei denen durch Umkehrung der Stromrichtung auch 
eine solche der Schwingungsrichtung der Platten erzielt werden 
kann, zu den Ohren einmal in gleichen, das andere Mal in 
entgegengesetzten Phasen gelangen ließ, bemerkte er, dass nur 
in letzterem Falle jene Lokalisation des Schalles im Hinterkopfe 
auftrat, während im ersteren derselbe wie gewöhnlich in beiden 
Ohren gehört wurde, ein Unterschied, auf den wohl auch Hughes
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.