Bauhaus-Universität Weimar

7. 
Über funktionelle Beziehungen beider Gehörorgane 
von 
Paul Rostosky. 
Funktionelle Beziehungen beider Gehörorgane sind solche, 
die zwischen ihren Erregungen bestehen und durch sie zugleich 
bedingt sind. Für die Erforschung derartiger Beziehungser¬ 
scheinungen steht uns neben der subjektiven Beobachtung der 
psychologischen Resultate aus den Beziehungsvorgängen noch 
die objektive Untersuchung ihrer physikalischen, anatomischen 
und physiologischen Bedingungen zu Gebote. Mit Hülfe dieser 
beiden Erfahrungsquellen finden wir —- den psychophysischen 
Parallelismus vorausgesetzt — zunächst die Existenz eines 
Beziehungsvorganges gesichert, sobald wir beobachten, dass 
die Empfindungen, welche solche gleichzeitige bilaterale Er¬ 
regungen begleiten, gewisse Abweichungen von dem ungestörten 
Nebeneinander deijenigen beiden Empfindungen aufweisen, 
welche jeder der beiden Erregungen einzeln entsprechen würden. 
Die hierdurch gegebenen Empfindungsmerkmale des Beziehungs¬ 
vorganges sowie die objektiven Kenntnisse der Reizbedingungen 
gestatten uns ferner, Schlüsse zu ziehen auf die Beschaffenheit 
der Vorgänge, vornehmlich auf die Art der Beziehung zwischen 
den betreffenden Erregungen, dann auf die Natur der aus ihr 
resultierenden Wirkungen und auch auf das Wesen der Kom¬ 
ponenten derselben. Endlich können wir unter Heranziehung 
der Erfahrungen, welche aus objektiven Untersuchungen der 
Aufnahmeorgane und Leitungsbahnen der Erregungen gewonnen
        

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