Bauhaus-Universität Weimar

Die Arbeitscurve. 
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ggp Leistungen aus inneren Gründen, ohne Wechsel der äußeren 
Bedingungen, unterliegen. Als Maß der Leistungsfähigkeit dienten 
dabei fortlaufende Reihen von einfachen, gleichartigen Einzelaufgahen, 
von denen in einer bestimmten Zeit, meist in je 5 Minuten, möglichst 
viele gelöst werden mussten. Bei weitem am häufigsten wurde hei 
diesen, vor nunmehr 14 Jahren zuerst begonnenen Versuchen das 
zifferweise Addiren einstelliger Zahlen verwendet. Durch dieses un- 
gemein einfache und anscheinend ziemlich rohe Verfahren konnten 
eine grosse Reihe von Erfahrungen gesammelt werden, die uns heute 
Fig. 1. 
ZO' Z5' 30’ 35' 40’ 45' 50' 55' 60' 65' 7O' 75' 60' 85' 90' 95' 100' >65' lio' 115' 1Z0' 
schon einen ungefähren Einblick in die verwickelte Zusammensetzung 
der geistigen Arbeitscurve gestatten, wenn auch im einzelnen noch 
Vieles aufzuklären bleibt. 
War ich ursprünglich von der Vorstellung ausgegangen, dass die 
Arheitswerthe nach einigen einleitenden Schwankungen eine an¬ 
nähernde Stetigkeit erreichen würden, so zeigte sich sehr bald, dass 
von einem derartigen Verlaufe der Arbeitscurve niemals die Rede ist. 
Auch wenn wir vorerst von den mehr unregelmäßigen Schwankungen 
der Leistung absehen, verläuft die Arbeitscurve höchstens auf ganz 
kurze Strecken einmal in gleicher Höhe. Fast immer wird man in
        

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