Bauhaus-Universität Weimar

Histologische Befruchtungsvorgänge am Ei der Thiere. Ascaris, Seestern. 12o 
heften sich die Samenkörper, deren Zahl wegen der Verdünnung 
eine beschränkte ist, an das Ei. Sie arbeiten sich an nicht voraus 
bestimmten Orten durch die Eihaut an den Dotter heran, dann bildet 
sich zwischen ihnen und dem Eidotter ein Verb inching sfad en aus, 
Attractionsconus genannt, Fig. 28 A. Der Kopf des Samenfadens 
zeigt eine amöboide Bewegung, schmilzt auch wohl etwas ab und 
das Ganze zieht sich, abgesehen von einem Rest des Schwanzfadens, 
in das Ei hinein, wobei im Dotter meist eine kleine Grube auftritt. 
Gleich darauf entsteht an dieser Stelle wieder eine ziemlich massige 
Fig. 28. Eindringen der Zoospermien ins Ei von Asterias glacialis nach Fol. Derselbe Eitheil in 
drei sich folgenden Stadien, z Eihaut, d Eidotter, sp Samenkörperchen. Bei A ein Zoosperm durch 
einen Fortsatz mit dem Dotter verbunden, bei B dasselbe, fast ganz in einer Grube des Dotters ver¬ 
schwindend , ein zweites Samenkörperchen nähert sich der Grube C. Die Befruchtung äussert sich 
dadurch, dass an der Eihaut innen eine festere Hülle entstanden ist, an dem Befruchtungsort bildet 
der Dotter einen Hügel, die Schwänze stehen in Form unregelmässig umflossener Figuren zum Theil 
noch in der Hülle. 
(Schneider) Erhebung, vielleicht ein Austritt von Flüssigkeit (Ex¬ 
sudationskegel), der später wieder verstreicht. Gleichzeitig bildet 
sich um den gesummten Dotter eine Hülle, welche ein ferneres Ein¬ 
treten von Samenkörperchen unmöglich macht. 
In wesentlichen Punkten stimmt, wie man sieht, die Beschreibung 
von der Befruchtung im Ei der Neunaugen mit der vorstehenden 
überein. Da Reizbarkeit und Contractilität dem Dotter zuerkannt 
werden muss, bleibt es betreffend die Fern Wirkung der Zoospermien 
und den dadurch entstehenden Attractionskegel, denkbar, dass die 
Erschütterungen, welche von dem bohrenden Zoosperma ausgehen, 
genügend reizend wirken, um das Protoplasma als Kegel in die Höhe 
zu treiben, denn im Anfang entsteht überall da ein Kegel, wo ein 
Samenkörperchen tief in die Hülle eingedrungen ist.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.