Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Identität der natürlich vorkommenden proteïnhaltigen Flüssigkeiten und der Globulinlösungen
Person:
[Morochowetz, Leo]
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36682/45/
400 IDENTITÄT DER NATÜKL. PEOTEÏNFLÜSSIGKEITEN UND DEE GLOBULINLÖS UNGEN. 
bei TOu den von ihm a-Albumin genannten, bei 75°—Globulin, bei 77,J_IS1’ — 
3-Alb um in und bei 82°—85°—y-Albumin (39 p. 163). 
Schon die obenangeführten Angaben von Heynsius zeigen zur genüge, dass 
Halliburton bei einer gewissen Geschicklichkeit auch noch eine grössere" Anzahl 
von Niederschlägen hätte erhalten können, wie das mit Hundeblutserum auch der 
Fall war: dasselbe gab bei 87° (ib. p. 161) noch ein viertes Albumin, während 
in Affenblutserum einmal kein y-Albumin gefunden wurde! 
Her Sinn von Halliburton’s Beobachtungen lässt sich im allgemeinen auf die 
Einwirkung der W ä r m e, der durch die Neutralisation der Ba¬ 
sen mit einer Säure imme r a n wachse n d en Salz m enge n u n d 
a u 1 den vergrösserten Säuregehalt zurückführen. Wir besitzen eine 
gar zu grosse Menge historischer Zeugnisse für die Möglichkeit einer frakzioimirten 
Fällung des Globulins einer und derselben Herkunft unter den genannten Umständen, 
als dass es nötig wäre, sich noch länger bei Halliburtons Arbeit aufzuhalten. Hoch 
muss in dieser Arbeit ein Umstand befremdlich erscheinen: im Widerspruch zu 
den historischen Tatsachen nimmt Halliburton das Vorhandensein eines Albumins 
(x) an, welches eine niedrigere Gerinnungstemperatur als das Globulin besitzten 
soll. Man fragt sich unwillkürlich, welche Tatsachen, welche Gründe der Autor zu 
einer solchen Annahme oder Erklärung besass, und ausserdem, wodurch dieses oder 
jenes Albumin charakterisirt wurde. Über die Eigenschaften dieser bei verschiedenen 
Temperaturen sich ausscheidenden Körper finden wir bei Halliburton keine Angaben: 
der Grund aber, dass er ohne weiteres einen Niederschlag für Albumin, einen anderen 
für Globulin erklärte, ist darin zu sehen, dass er sich mit Hammarsten’s uiul 
Hoppe-Seyler’s Schlüssen begnügte. Sich mit Hammarsten’s Angaben vom Jahre 
1878. dass die Gerinnungstemperatur des Serumglobulins zwischen 68° und 80" 
liege, im Mittel für 75° ’) angenommen werden könne, zufrieden gebend, scheint 
Halliburton über die Widersprüche mit seinen Schlüssen gleichsam die Augen ge¬ 
schlossen zu haben. Wenn die Gerinnungstemperatur zwischen 68° und 80° ange¬ 
geben ist, so könne das Globulin auch bei diesen Temperaturen ausfallen. Abgesehen 
Animal. 
Serum-Albu- 
Serum-Globu- Serum-Albu- 
Serum-Albu- 
min. 
im. 
mm. 
min. 
a 
ß 
T 
Piabbit... 
720 
75°— 
-6 77°—8° 
830 
big..... 
700 
730 
770 
84°—5° 
Cat .... 
710 
740 
770 
84° 
Horse... 
740 _ 
•75° 77° 
840 
p. 159). 
Solution of Albumins: i. e. after the precipitation of the Globulins by Mag. Sulpli. Temperature ot 
coagulation. 
Fini d. 
Human blood-serum........... 
Hydrocele Fluid.............. 
Pleuritic Fluid................ 
Ascitic Fluid................. 
Pericardial Fluid.............. 
Parovarian Fluid............. 
(39 p. 163). 
l) The temperature of heat-coagulation of se- 
oum globulin is stated by Hammarsten to vary 
rbetween 68 and 80°, but the average he puts as 
Serum Albu- Serum Albu- Serum Albu- 
mm. 
nun. 
min. 
y. 
ß 
T 
73«C. 
770C. 
S5°C 
700—710 
7 70—80 
83° 
730—40 
780 
S.5O 
730 
78° 
840 
730 
770 
840 
7,so—790 
770 
82° 
750C., wobei in der Anmerkung steht: Hammar¬ 
sten „Heber etc“...... Pflüger's Archiv, 1878. 
Yol. XVIII p. 64 (39 p. 154).
        

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