Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über schleimigen Urin. Chemische und experimentelle Untersuchungen. Zweite Mitteilung (S. Le Physiolog. Russe T. V No 86-92 p. 165-7)
Person:
Davidow, A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36676/8/
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ÜBER SCHLEIMIGEN ÜRIN. 
einem eiweissfreien Medium befindlichen Kohlehydrate rasch zersetzt und 
zur Gruppe der Nukleoprote'ide gehört, deren elementare Zusammensetzung 
je nachdem, woher sie stammen, in weiten Grenzen sell wankt. 
Nach Neumeister enthalten sie: 
C = 42,11 — 40,81 p. C. 
H = 6,08 — 5.38 > > 
N = 14,73 — 15,98 > > 
0 — 31,05 — 31,26 > > 
S = 0,55 — 0,38 » > 
P= 5,19— 6,19 > > 
F = 0,29 > > 
Die Voraussetzung, dass diese Substanz ein Produkt sei, welches von den 
Zellen zum Schutz des Organismus gegen die Infektion mit dem B a c. vis- 
c o s u s ausgearbeitet wird, ist deshalb unzulässig, weil dieselbe Substanz, 
wenn man den sterilisierten mit Traubenzucker versetzten Harn mit diesen 
Bakterien besäet, in vitro erhalten wird. 
Im Urin von Diabetikern entsteht zuweilen ein ähnlicher geleeartiger 
Niederschlag, ohne dass Bakterien vorhanden wären, besonders in Fällen, wenn 
der Zucker aus dem Harn zeitweilig verschwindet. Diese Erscheinung wurde 
von Prof. Morochowetz schon längst beobachtet; doch ist dies eher ein Koh¬ 
lehydrat (die Substanz enthält keinen Stickstoff), vielleicht Land w e h r’s 
tierisches Gummi, nicht aber ein stickstoffhaltiger Körper, wie er in einem 
untersuchten Fall von Infektion mit Gliserobakterien gefunden wurde.
        

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