Bauhaus-Universität Weimar

ÜBER SCHLEIMIGEN URIN. 
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sie auch bei alkalischer Reaktion. Dagegen entwickelten sie sich gut in mit 
Traubenzucker versetztem Urin. Subcutane und peritoneale Impfung gab mir 
bei Kaninchen und Meerschweinchen ebenfalls negative Resultate. Daraufhin 
ging ich zu grösseren Tieren, und zwar zu Hunden, über, wählte aber auf 
Dr. Gabritschewski’s Rat hin einen andern Weg zur Ansteckung. Mittels eines 
Katheters wurde den Tieren der Urin entzogen und ihnen mit demselben Ka¬ 
theter in die Harnblase eine eintägige Agar-Kultur in physiologischer Koch¬ 
salzlösung eingeführt. Ich wiederholte die Operation 3—T-mal, nach Pausen 
von 5—6 Tagen, damit die traumatische Reaktion aufgehört habe. 
Als mehrere Versuche dieser Art mir negative Resultate ergeben hatten, 
änderte ich die Versuchsbedingungen. Um zu entscheiden, ob das Wachsen 
der Bakterien nicht vielleicht vom Eiweiss abhängt, reizte ich vorerst die 
Nieren durch kleine Dosen von Cantharidin bis zum Erscheinen von Eiweiss¬ 
spuren im Urin und führte erst dann die Kultur ein. Auch diese Versuche 
ergaben negative Resultate. Ein andere Versuchsreihe wurde unter der Bedin¬ 
gung von Erscheinen von Zucker im Urin in Angriff genommen. Durch Phlo¬ 
ridzin wurde bei Hunden zeitweiliger Diabetes hervorgerufen und dann eine Bakte¬ 
rienkultur in die Harnblase eingeführt. Es ist erwähnenswert, dass die Wahl 
der Hunde von grosser Bedeutung ist. Als die tauglichsten erwiesen sich Hunde 
von sog. 
    

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