Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Korrektur zur Arbeit: Über den physiologischen Proportionalitätsfaktor usw. von Dr. R. Stigler [, Zeitschr. f. Sinnesphysiol., 1910, Bd. 44, S. 62-80 u. 116-164]
Person:
Anonymous
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36645/57/
Über den physiologischen Proportionalitätsfaktor nsw. 
153 
die obere und untere Hälfte, liegend, wenn die rechte und linke 
Hälfte verglichen wurde. Ihre Lichtstärke betrug etwa 4 YK. 
Die Ergebnisse meiner Untersuchungen sind in beistehender 
Tabelle enthalten : (Tab. 6). 
Tabelle 6. 
Erregbarkeitsunterschied der oberen und unteren Hälfte des binokularen 
fovealen Anteiles des somatischen Gesichtsfeldes. (Beobachter Stigler.) 
1 
Gesamtexpositionszeit 
(in Sek.) 
Zeitliche Unterschieds¬ 
schwelle für die untere 
Hälfte (d. i. die kürzeste 
Zeit, um welche d. untere 
Ellipsenhälfte vor der 
oberen erscheinen mufs, 
um relativ heller zu sein) 
Zeitliche Unterschieds¬ 
schwelle für die obere 
Hälfte (d. i. die kürzeste 
Zeit, um welche d. obere 
Ellipsenhälfte vor der 
unteren erscheinen mufs, 
um relativ heller zu sein) 
0,03 
0,0015 
0,003 
0,045 
0,00225 
0,00375 
0,06 
0,0015 
0,0045 
Übermaximal, untersucht 
bis 0.255 
0,0015 
0,0075 
An dieser Tabelle ist zu sehen, dafs einerseits die zeitliche 
Unterschiedsschwelle für die untere Hälfte des fovealen Gesichts¬ 
feldes bei jeder Gesamtexpositionszeit kleiner ist als für die 
obere, und dafs andererseits auch die gegensinnige Induktion, 
welche die untere Hälfte auf die obere ausübt, mächtiger ist als 
diejenige, welche die obere auf die untere ausübt, indem die 
untere Hälfte nur um 0,0015 Sek. länger exponiert zu werden 
braucht als die obere, um nach übermaximaler Expositionszeit 
beider Flächen heller zu erscheinen als die obere, während die 
obere Hälfte um 0,0075 Sek. vor der unteren Hälfte exponiert 
werden mufs, um relaliv heller zu erscheinen als diese. Damit 
erscheint Fleischls Annahme, dafs die untere Hälfte des so¬ 
matischen Gesichtsfeldes (welche der oberen Hälfte der 
Netzhaut entspricht), lieh temp find lie her ist als die obere 
Hälfte, (wTelche der unteren Hälfte der Netzhaut entspricht) auch 
für die Fovea centralis, das Gebiet des schärfstens Sehens, 
bestätigt. 
Aus Tabelle 7 ergibt sich für die rechte und linke Hälfte der 
Fovea, dafs sowohl monokular, bei Beobachtung mit dem rechten, 
sowie mit dem linken Auge allein, als auch binokular die rechte 
Hälfte des fovealen somatischen Gesichtsfeldes lichtempfindlicher
        

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