Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Lehre von dem kreuzweisen Zusammennähen der Nerven. Dissert. Kazan. 1904. Russisch
Person:
Lewin, I.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36640/1/
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BIBLIOGRAPHIE. 
Lewin, l. Zur Lehre von dem kreuzweisen Zusammennähen der Nerven. 
Dissert. Kazan. 1904. Russisch. 
Ausgehend von den Versuchen von Langley, der das Zusammenwachsen 
des zentralen Vagusstumpfes mit dem peripherischen (Hals-) Sympathikus 
erzielte, unternahm Lewin eine Reihe von Experimenten an Katzen, um den 
umgekehrten Fall zu prüfen: es wurden am Halse zusammengenäht der zen¬ 
trale (thoracale) Abschnitt des Sympathikus mit dem peripheren Vagusstumpf. 
Trotz des erzielten, anatomisch nachgewiesenen Zusammenwachsens, war der 
physiologische Effekt der Versuche negativ, da man beim Reizen des Svmpa- 
thicovagus weder eine Drucksenkung noch eine Pulsverlangsamung, resp. 
Stillstehen des Herzens beobachten konnte. Eine zweckmässige Änderung der 
Versuchsanordnung in dem Sinne, dass man anstatt des ganzen Vagusstam.es 
bloss den N. laryngeus inf. mit dem thoracalen Sympathicus zusammenwachsen 
liess, führte zu positiven Resultaten. In sämmtlichen Fällen, in denen die Dauer 
zwischen der Operation und dem Versuch über die Nervenfunktion nicht we¬ 
niger als 61 Tage betrug, pflegte die Stimmritzte eine mehr oder weniger 
normale Form anzunehmen; andererseits antwortete immer das Stimmband der 
operierten Seite sowohl auf direkte Reizung des N. sympathico-recurrens, 
wie auch auf reflektorische Reizung. Wichtig ist es, dass in manchen Fällen 
die Bewegung des Stimmbandes auch dann auftrat, wenn man das dem ope¬ 
rierten Stimmbande entsprechende Kortikalzentrum reizte. Bei den beschrie¬ 
benen Versuchen wurden sämmtliche andere Kehlkopfnerven durschnitten, so 
dass der reflektorische und kortikale Effekt bloss der Funktion des zusam¬ 
mengewachsenen N. sympathico-recurrens zugeschrieben werden kann. 
Schajkewitsch, M. Physiologische Untersuchungen über den Nucleus 
lentiformis. Dissert. S-Petersburg. 1903. Russisch. 
Schajkewitsch beschreibt eine Reihe von Versuchen an Hunden mit iso¬ 
lierter elektrischer Reizung des Linsenkerns. Die weit blossgelegten Heinis- 
phären wurden schichtweise abgetragen und der zugänglich gemachte Linsen¬ 
kern gereizt; meistens aber stiess Verf. durch ein kleines Trepanationsloch 
zweckmässig konstruierte Elekroden in das Organ hinein und reizte dann 
dasselbe. Es stellte sich heraus, dass man dadurch immer an der der Reizung 
gegenüberliegenden Seite in den Extremitäten und im Rumpf tonische und 
klonische Krämpfe, sowie eine Reihe charakteristischer Bewegungsercheinungen 
am Kopf und Schwanz zu sehen bekommt. Wichtig ist es, dass diese Erschei¬ 
nungen auch dann auftreten (nur muss der Reiz stärker gewählt werden), 
wenn die Pyramidenbahn zerstört ist, was noch einmal für die Ansicht spricht, 
dass motorische Impulse nicht bloss durch die Pyramidenbahn, sondern auch 
durch andere Bahnen fortgeleitet werden. Weiter gibt Verf. manche Einflüsse 
der Reizung des Linsenkerns auf Zirkulation und Respiration an. 
Kostin, S. Untersuchungen über den Mechanismus und die Innervation 
der Atmung. I. Reflektorischer Ursprung der normalen Athemrytmik. 
(Physiol. Labor. Prof. B. Werigo). Odessa. 1903. Russisch. 
Um die Atmungsinnervation unter möglichst einfachen und bestimmten 
Bedingungen untersuchen zu können, bemühte sich Kostin, die Verbindung 
der Med. oblongata mit den zu ihr hinziehenden zentripetalen Fasern mit 
Ausnahme der N. vagi zu beseitigen. Es wurde bei Kaninchen die Med. ob-
        

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