Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die reflectorische Thätigkeit der peripherischen Nervenzellen im Pancreas. (Physiologisches Laboratorium d. Medicinischen Militär-Akademie). Russisches Arch. f. Pathologie, klinische Medicin und Bacteriologie 1901. p. 28. Russisch
Person:
Popelsky, L. B.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36565/1/
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BIBLIOGRAPHIE. 
schon nicht empfunden wird, lässt sich dennoch die Berührung der Hauthaare 
noch sehr deutlich wahrnehmen. Vermittelst seines Trichästhesiometers (eine 
sehr feine im Centrum eingeklemmte Uhrfeder fand Vf., dass die Feinheit der 
Haärsensibilität mit der Haardicke abnimmt und mit der Steigerung der Haar¬ 
dichte zunimmt: die höchste Haarempfindlichkeit wird auf der Glabella ange¬ 
geben, wo die Haardichte am grössten—400 Haare auf 1 □ ccm.—ist (die 
Haardichte am Kopfe fand Vf. 120 pro 1 □ccm.). Versuche mit Entfernung 
von Sympathienstücken an Hunden und Katzen und nachfolgendem Verlust 
der Haarsensibilität an Stellen, die nachher Alopecie aufwiesen, lassen die 
sympathischen Nerven als Leiter der Haarsensibilität betrachten. Es sind auch 
viele Beobachtungen an Kranken angeführt. 
Majkapar, S. M. Das musikalische Gehör, dessen Bedeutung, Natur, Eigen¬ 
tümlichkeiten, nebst einer Methode für richtige Gehörerziehung, mit 
Zeichnungen und Notenbeilagen. Moskau. 1900, p. 247. Russisch. 
Enthält eine Reihe von Beobachtungen, die auch physiologisches Interesse 
besitzen. 
Kostin, S. I. Spectrophotometrie und Blutgase. Berichte d. K. Universi¬ 
tät zu Charkow. 1901, p. 39. Russisch. 
Enthält eine Beschreibung analytischer Methoden, die in den physiologi¬ 
schen Laboratorien der tübingener Universität und der landwirtschaftlichen 
Hochschule in Berlin üblich sind. 
Popelsky, L. B. Die reflectorische Thätigkeit der peripherischen Nerven¬ 
zellen im Pancreas. (Physiologisches Laboratorium d. Medicinischen 
Militär-Akademie). Russisches Arch. f. Pathologie, klinische Medicin 
und Bactériologie 1901. p. 28. Russisch. 
Verfasser fand an tracheotomirten Hunden, denen das Rückenmark unter¬ 
halb der Med. obl. und die Vagi in der Brusthöhle durchschnitten waren, dass 
durch Einführung von HCl in’s Rectum und unter besonderen Cauteln auch 
ins Blut die Secretion des Pancreassaftes nicht angeregt wird. Daraus geht 
hervor, dass die Beförderung der Pancreassecretion, die nach HCl-Ein- 
führung ins Duodenum immer Platz hat, nicht auf Reizung der peripherischen 
Nervenenden, resp. drüsigen Elemente seitens der aus dem Darme ins Blut & 
resorbirten HCl, beruhen kann, sondern als ein reflectorisch seitens der Darm- 
schleimhaut angeregter Process betrachtet werden muss. Durch besondere Ver¬ 
suche mit Ligaturen der einzelnen Darmabtheilungen erwies es sich, dass die 
Schleimhaut des Duodenums und des angrenzenden Dünndarms zur Erregung 
durch HCl geeignet ist. Nach Beseitigung der Beteiligung des Rückenmarkes 
durch Entfernung, resp. Zerstörung desselben bleibt die reflectorische Thätig¬ 
keit des Pancreas erhalten, ebenso nach Entfernung des Plexus cœliacus. Das 
Centrum muss in den im Drüsengewebe zerstreuten Ganglien gesucht werden. 
Pekelis, A. Beiträge zur Frage nach dem Uebergang der Fette in Zucker 
bei Diabetikern. Inaug.-Diss. S.-Petersburg. 1900. p. 92. Russisch. 
In drei genau beobachteten schweren Diabetesfällen bestimmte Verf. die
        

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