Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die diuretische Wirkung des Flieders. (Sambucus nigra) Aus Prof. Popoff's Laboratorium in Charkoff (Ber. d. Ges. f. wissensch. Medic. und Hyg. a. d. Univers. Charkoff, 1900)
Person:
Freifeld, A. I. Feldmann
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36538/1/
A N A L Y S E S. 
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venapparat, (las im verlängerten Mark gelegene Centrum, ab, da bei vollstän¬ 
diger Isolation des Gehirns vom Rückenmark Aneson Fallen des Blutdrucks 
nicht mehr bewirkt. Auf das Atmungscentrum wirkt es sehr energisch, in¬ 
dem es Lähmung verursacht. Bei localer Anwendung wirkt es anästhesirend. 
Freifeld. A. und Feldmann. 1. Die diuretische Wirkung des Flieders. 
(Sambucus nigra). Aus Prof. Popoff’s Laboratorium in Charkoff 
(Ber. d. Ges. f. wiss. Medic, u. Hyg. au d. Univers. Charkoff, 1900). 
Die Verfasser führten an Tieren eine Reihe von Experimenten aus, welche 
dmi Zweck hatten die diuretische Wirkung der Fliederblüten, eines in der 
Volksmedicin so weit verbreiteten Mittels, aufzuhellen. Als Versuchsobjecte 
dienten Hunde, denen in die Venen bestimmte Quantitäten von Fliederaufguss 
eingeführt wurde. Die erhaltenen Resultate zeigten, dass Flieder diuretische 
Eigenschaften besitzt. Da unter dem Einfluss des Flieders der Blutdruck nicht 
fällt und die Herzaction nur in geringem Maasse verändert ist, so sind die 
Verfasser der Ansicht, dass die Wirkung des Mittels nicht von der Steigerung 
des Blutdrucks abhangt, sondern sich durch den Einfluss des eingeführten 
Fliederaufgusses auf die secretorischen Elemente der Nieren erklären dürfte. 
Todorski, A. Dr. Ueber den Einfluss des Convallamarins und des Saftes 
Antiaridis toxicariae auf die Biutclrculation im Gehirn. Bjibmie KOHßaji- 
.wiMapnua ii coua aimapa na upoBOoopameme bu fojiobhou'b MOary. (Aus 
Prof. Popoffs pharmak. Laboratorium in Charkoff, 1900, Dissert.). 
Der Autor bezweckte mit seinen Arbeiten die experimentelle Untersu¬ 
chung der Frage, wie sich die Blutgefässe des Gehirns gegenüber einem 
dauernden und zuweilen sehr starken Blutandrang aus andern Körpergegen¬ 
den verhalten, wie er z. B. bei Vergiftung der Tiere mit Convallamarin und 
dem Safte von Antiaridis toxicariae stattfindet. Versuche mit dem ersteren 
der beiden Mittel zeigten, das unter dessen Einflüsse Verengerung der Hirn- 
gefässe gleichzeitig mit der Verengerung von Gelassen in andern Körpergegen¬ 
den, unter demselben Einflüsse, stattfindet. Aus den Experimenten mit Antiaris 
toxicariae folgt, dass bei dem Beginn der Wirkung fast immer bedeutende Be¬ 
schleunigung der Strömung des Blutes in den Hirngefässen statt hat. Der 
Venenblutdruck im Gehirn ist unter dem Einflüsse Antiaridis toxicariae nicht 
immer gleich: in vielen Fällen ist er erhöht, in andern bleibt er unverändert 
oder sinkt unter den normalen. Der Autor zieht aus seinen Experimenten fol¬ 
gende Schlüsse: 1) die Iiirngetässe besitzen einen starken vasomotorischen Ap¬ 
parat. wobei sie in gewissen Fällen bei der Reizung desselben um das dop¬ 
pelte als im normalen Zustand oder noch mehr verengert erscheinen. Folglich 
muss die Hypothese von dem Mangel an Widerstandskraft der Hirngefässe bei 
dem Andrang des Blutes aus andern Körpergegenden als nicht genügend be¬ 
gründet angesehen werden. 
2) Die Bestimmung des Venendruckes im Gehirn nach Gärntner’s und 
Wagner’s Methode giebt unsichere Resultate. 
3) Im Verein mit Hurthl’s Methode geben die Bestimmungsmethoden des 
Venenblutdrucks im Gehirn bedeutsame Resultate die zur Prüfung und Ergän¬ 
zung von Hurthls Methode dienen.
        

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