Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
1. R. König: Die Wellensirene. Wiedem. Ann. Bd. 57. S. 339-388. 1896 / 2. - Zur Frage über den Einfluß der Phasendifferenz der harmonischen Töne auf die Klangfarbe. Ebenda. S. 555-566 / 3. L. Hermann: Zur Frage betreffend den Einfluß der Phasen auf die Klangfarbe. Ebenda. Bd. 58. S. 391-401. 1896
Person:
Meyer, Max
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36474/1/
Liiteraturbericht. 
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T. K. Monro. A case of sympathetic pain: pain in front of the chest 
induced by friction of the forearm. Brain. Part LXXII. S. 566 bis 
570. Winter, 1895. 
Der mitgeteilte Fall ist für die Lehre yon den Mitempfindungen 
interessant. Ein Heizer, welcher bereits jahrelang an eigentümlichen, 
auf die rechte Körperhälfte beschränkten Schweifsausbrüchen litt, bekam 
— angeblich im Anschlufs an eine Erkältung, wahrscheinlich aber im 
Anschlufs an einen Sturz — Schmerzen auf der rechten Rückenhälfte 
in der Höhe des siebenten Brustwirbels. Eine weitere schmerzende Zone 
findet sich zwischen der rechten Axillarlinie und der rechten Mamillar- 
linie, von der Achsel bis zur sechsten Rippe. Eine dritte Schmerzzone 
nimmt einen grofsen Teil der Dorsalfläche des rechten Vorderarmes 
(ausschliefslich der Finger) ein. Es wurde nun festgestellt, dafs bei Be¬ 
rührungen im Bereich der letztgenannten Zone eine Berührungsempfindung 
auch in der zweitgenannten Zone eintritt. Die umgekehrte Mitempfindung 
besteht nicht. Wird ein starker Druck auf die Armzone ausgeübt, so 
tritt im allgemeinen kein Schmerz am Orte des Druckes ein, sondern in 
der Brustzone. Kur die G-egend des Gelenkes von Radius und Humerus 
ist örtlich sehr druckempfindlich. Die genaue Abgrenzung der Schmerz¬ 
zonen ist der Beschreibung und Abbildung des Originals zu entnehmen, 
ebenso auch die Einzelheiten über das Auftreten der spontanen Schmerzen. 
Verfasser nimmt eine sympathetic neuralgia an und weist darauf hin, 
dafs der hintere Hautast des N. musculocutaneus und der Ramus cutaneus 
posterior inferior des X. radialis den Rami perforantes laterales der 
Intereostalnerven nach Ross homolog sind. Ziehen (Jena). 
1. R. König. Die Wellensirene. Wie dem. Ann. Bd. 57. S. 339—388. 1896. 
2. — Zur Frage über den Einflufs der Phasendifferenz der harmonischen 
Töne auf die Klangfarbe. Ebenda. S. 555—566. 
3. L. Hermann. Zur Frage betreffend den Einflufs der Phasen auf die 
Klangfarbe. Ebenda. Bd. 58. S. 391—401. 1896. 
„Die Wellensirene ist ein Apparat, welcher den Zweck hat, in der 
Luft eine Schwingungsbewegung von beliebiger Form dadurch zu er¬ 
zeugen, dafs eine diese Bewegung darstellende Kurve, welche am Rande 
eines Metallstreifens aufgeschnitten ist, vor einer anblasenden Wind¬ 
spalte vorbeigeht und diese somit ihren Ordinaten entsprechend peri¬ 
odisch verkürzt und verlängert.^ So beschreibt K. selber die von ihm 
konstruierte Wellensirene. Nun wäre es allerdings mit grofser Freude 
zu begrüfsen, wenn uns ein Apparat zur Verfügung stände, mit dem wir 
beliebige Luftwellen leicht zu erzeugen im stände wären. Es ist — 
namentlich seit Helmholtz — jedem bekannt, dafs die Töne, die wir zu 
akustischen Versuchen benutzen, im allgemeinen keine einfachen Töne 
sind, sondern aufser dem Grundtone noch eine kleinere oder gröfsere 
Reihe von Obertönen enthalten. Da nun die Obertöne bei vielen Ver¬ 
suchen eine sehr störende Rolle spielen, so hat man sich schon lange 
bemüht, einfache, obertonfreie Töne hervorzurufen. Eine Zeit hindurch 
herrschte die Meinung, dafs Stimmgabeln auf Resonanzkästen solche 
Töne hervorbrächten. Allmählich machten sich Zweifel hieran geltend ; 
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