Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Materialien zur Pharmakologie des Tribromresorcins und dessen Natriumsalzes. (Wratsch, 1898, No. 49 S. 1443)
Person:
Fabrikant, M.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36419/1/
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ANALYSES. 
Fähigkeit hauptsächlich von dem Einflüsse des Oxykamphers aut das Rücken¬ 
mark und auf die peripherischen Endigungen der sensorischen Nerven, am we¬ 
nigsten von einer Wirkung auf die Endigungen der motorischen Nerven ab- 
liängen. Die Verlangsamung der Herzaction wird durch die erregende V ir- 
kung des Oxykamphers auf den Herzmuskel bedingt, dessen Zusammenziehun¬ 
gen stärker werden. 
Die Experimente an Wannbliitlcrn zeigten, dass nach der Einführung 
kleiner Dosen, 0,001—-0.02 grm. pro kilo Körpergewicht, in das Elut Be¬ 
schleunigung der Herzaction und Erhöhung des Blutdrucks beobachtet werden. 
Mittlere Dosen, 0.03 — 0,07 grm. pro kilo, verlangsamen die Herzaction und 
steigern den Blutdruck. Grössere Mengen. 0.08 und mehr pro kilo, beschleu¬ 
nigen die Herzthätigkeit und vermindern den Blutdruck. Die Atmung ist im¬ 
mer beschleunigt. Nach der Einspritzung in das Blut mittlerer Dosen stellen 
sich klonische und tetanische Krämpfe mit Opistotonus ein. Bei vorangegan¬ 
gener Durchschnei dung des Rückenmarks bleiben die Krämpfe aus. Experi¬ 
mente unter vorangegangener Atropinisation und Durchschneiduug der Nn. va- 
gorum und des Rückenmarks in verschiedenen Kombinationen zeigten, dass Ideine 
Dosen auf die Beschleuniger, den Herzmuskel und die \ asomotore, die centra¬ 
len sowohl als die peripherischen, erregend wirken. Bei mittleren Dosen kommt 
noch eine erregende Wirkung auf die peripherischen Endigungen der Hem¬ 
mungsfasern der Nn. vagi im Herzen hinzu. Grosse Dosen besitzen eine stark 
deprimirende, sogar lähmende Wirkung aut die peripherischen Endigungen der 
Nn. vagorum sowie auf die Yasomotore. 
Fabrikant, M. Materialien zur Pharmakologie des Tribromresorcins und 
dessen Natriumsalzes. (Wratsch, 1898. .V 49, s. 1443). 
Experimente, die der Autor an Tieren anstellte, zeigten, dass Tri- 
bromresorcin und dessen Natriumsalz, in den Magen eingeführt, als sehr 
schwaches Gift wirken. Bei der Einführung in das Blut beschleunigen sic die 
Herzaction, indem sie den beschleunigenden und musculomotorischen Apparat 
reizen und den Blutdruck in Abhängigkeit von der zunehmenden Schwäche 
der Herzaction herabsetzen. Wie bei fiebernden so auch bei gesunden Tieren 
fällt die Temperatur infolge erhöhter Wärmeausscheidung und veränderten 
Gewebeumsatzes. Auf das Nervensystem wirkt dieses Mittel deprimirend, indem 
es Verminderung der Reizbarkeit der Hirnrinde und des Rückenmarks be¬ 
wirkt und die Endigungen der sensorischen Nerven lähmt. Tnbromresorcin 
besitzt vorzügliche antifermentative und bactericide Eigenschaften, dessen Na¬ 
triumsalz weit geringere. 
Mironowitsch, W. Zur Frage nach der Ausscheidung des Quecksilbers 
durch den Schweiss. Hl BOiipocy o Bugimenin pTVTir IIÖTOM'L. (Dissert. 
Juricff (Dorpat), 1898. 
Auf Grund seiner Untersuchungen zieht der Autor folgende Schlüsse: das 
in dem Blutstrom circulirende Quecksilber ward unzweifelhaft durch den Schweiss 
ausgeschieden. Die Ausscheidung durch den Schweiss geschieht ebenso wie
        

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