Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Pharmakologie des Oxykamphers. Aus Prof. S. Popoff's pharmak. Laboratorium. (Wratsch, 1898, No. 48, S. 1404)
Person:
Futran, M.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36418/1/
ANALYSES. 
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Schiperowitsch. Dr. M. Ueber die Bedeutung des Harnstoffs a!s Diure¬ 
tic u iTi. (Botkin's klinische Zeitung, 1898, JN« 34, S. 1G00). 
Der Autor erprobte die Wirkung des Harnstoffs an Wassersüchtigen, 
hei denen die Ursache der Krankheit ein Nieren- oder Leberleiden war. Auf 
Grund seiner Beobachtungen gelangte der Autor zu dem Schlüsse, dass Urea 
pura kein unbedingt wirksames Präparat gegen allgemeines Oedem ist, da in 
vielen Fällen der durch dasselbe hervorgebrachte Effect ein sehr unbedeuten¬ 
der war. Dabei kann dasselbe auch nicht für ein ganz schadloses Mittel an¬ 
gesehen werden: längere Anwendung rief bei den Kranken hartnäckige Obsti¬ 
pation und bei den Nierenkranken noch unstillbares Erbrechen hervor. 
Borissoff, P. Priv.-Doc. Eine Methode Froschherzen unter Erhaltung der 
Blutcirculation zu isoliren. (Botkin's klin. Zeitung, 1898, W 48, 
S. 2271). 
Die Beobachtungen über den Einfluss pharmakologischer Mittel auf isolirte 
Froschherzen gehören zu den gewöhnlichen und häufig angewandten Unter- 
suchungs’mitteln. Dabei wird das Herz gewöhnlich ausgeschnitten, und wird 
mit der zu untersuchenden Flüssigkeit auf dasselbe eingewirkt. Da bei dieser 
Versuchsmethode das Herz weder in Bezug auf die Ernährung noch auf 
die Einwirkung auf dasselbe der betreffenden Mittel selbst, sich in normalen 
Bedingungen befindet, so bringt der Autor in Vorschlag dasselbe derartig zu 
isoliren, dass die Blutcirculation in demselben erhalten bleibe. Zu diesem 
Zwecke unterbindet er: ductus caroticus, d. aorticus und arteria cutanea, 
wobei alles Blut aus dem Ventrikel durch die Lungen geht und durch die 
Lungenvenen wieder in das Herz zurückkehrt. Ferner schneidet er das Herz 
sammt den Lungen heraus und erhält auf diese Art ein von dem Central- 
nervensvstem isolirtes Herz, in welchem die Blutcirculation jedoch erhalten 
bleibt. Die zu untersuchende, durch die Lungen eingeführte Flüssigkeit wirkt 
bei dieser Methode auf das Herz auf natürlichem Wege durch das Blut ein. 
Futran, IV!. Zur Pharmakologie des Öxykamphers. Aus Prof. S. Popoff’s 
pharma!':. Laboratorium. (Wratsch, 1 s98, «V 48, 8. 1404). 
Dit* kritische Prüfung der Arbeiten Hein's und Manasse's (Deutsche med. 
Wochenschrift. 1897, .V 27) über dit* Wirkung des Öxykamphers auf Men¬ 
schen und Tiere beabsichtigend, unternahm der Autor zahlreiche Versuche, 
welche Folgendes zeigten; auf Kaltblütler (Frösche) übten geringe Dosen (bis 
0,008) Oxykampher fast gar keine Wirkung aus. Grössere Mengen, bis 0,03, 
riefen Mattigkeit der Bewegungen hervor —ein auf den Bücken gelegter Frosch 
verblieb in dieser Lage. Die reflectorische Fähigkeit wurde schwächer und 
ging zuletzt ganz verloren Die Atmung wurde langsamer—bis zu völligem 
Ausbleiben. Auch die Herzaction war verlangsamt, schien aber an Stärke zu 
gewinnen. Dosen von 0,08 erwiesen sich für den Frosch schon tötlich. An¬ 
zeichen von Erregung waren nicht zu bemerken. Entsprechende Versuche zeig¬ 
ten, dass die Verminderung und das gänzliche Schwinden der reflectorischen 
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