Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die therapeutische Wirkung des Euchinins. (Med. Obozrenie, 1898, S. 127)
Person:
Tonieff, K.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36411/1/
ANALYSES. 
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Afanassieff. Prof. M. lieber die Behandlung der Fettsucht mit verschie¬ 
denen Schilddrüsenpräparaten. (Therapevtitscheskii Westnik, 1898, 
W 1). 
Die Beobachtungen des Autors über die Behandlung der Fettsucht mit 
Thyreoidin haben gezeigt, dass das Körpergewicht unter dem Einflüsse die¬ 
ses Mittels fällt. Am wirksamsten erwies sich Merks, dann Poehl’s, am 
schwächsten Baumann's Präparat. Je langsamer das Körpergewicht der Kran¬ 
ken fiel, desto dauernder war die Wirkung. 
Tonieff, K. Ueber die therapeutische Wirkung des Euchinins. (Med. 
Obozrenie, 1898, S. P27). 
Der Autor stellte über die Wirkung des Euchinins in verschiedenen 
Krankheiten Beobachtungen an und gewann die Ueberzeugung, dass Euchi- 
nin Chinin vollkommen ersetzen könne und vor diesem den Vorzug habe, 
dass es keinen bittern Geschmak besitzt und bei Kindern seltener Erbrechen 
hervorruft als Chinin. In einigen Fällen wurden dieselben Nebenerscheinungen 
wie bei letzterem beobachtet. 
Iwanoff, M. Ein Fall von günstiger Wirkung des Alkaloids Ghelidonii ma- 
Joris bei einer bösartigen Neubildung am Magen. (Med. Obozrenie, 
1898, .V 9, S. 317). 
Der Autor führt einen Fall an. wo bei einer an einer bösartigen Neu¬ 
bildung am Magen leidenden Kranken, die mit Chelidoniuin sulfuricum behan¬ 
delt wurde, nach 12 Tage das Erbrechen, welches 3 Monate angehalten hatte, 
und andre krankhafte Erscheinungen seitens des Magens aufhörten, die Er¬ 
nährung und das subjective Gefühl sich besserten, wenngleich der Krankheits- 
process auch fortdauerte. 
Prosorowski, N. Dr. Ueber die Behandlung von seröser Pleuritis mit 
Guajacoi. (Medic. Obozrenie. 1898, S. 134). 
Von dem Gedanken ausgehend, dass, den von zahlreichen Autoren erhalte¬ 
nen Thatsachen nach. Guajacoi von der Haut aufgesogen wird und bactericide 
Eigenschaften besitzt, wendet der Autor Bepinseln der Brust mit Guajacoi 
bei der Behandlung von seröser exsudativer Pleuritis an, die nach der Ansicht 
mancher Klinicisten, auf die Einwanderung in die Pleura von Mikroorganismen, 
welche durch die Producte ihrer Lebensthätigkeit die Entzündung hervorrufen 
und unterhalten, zurückzuführen sei. Auf Grund eigener Beobachtungen ist 
der Autor zu dem Schlüsse gelangt, dass unter dem Einflüsse von Guajacoi 
in allen Fällen Schwinden des Exsudats beobachtet wird. Das Bepinseln mit 
Guajacoi vertrugen die Kranken gut. Beizung der Haut wurde fast garnicht 
beobachtet. Nach dem Bepinseln fiel die Temperatur um 0,2°—2,0°. Nach dem 
Fallen stieg dieselbe wieder und erreichte gegen Abend die frühere Höhe 
oder übertraf dieselbe sogar um 0,2"—2,0". Bei nichtfiebernden Kranken 
tiel die Temperatur etwas weniger. Das Fallen der Temperatur wurde von 
Schweissausbruch begleitet. Solange die äusserliche Behandlung dauerte, war
        

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