Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beobachtungen über die Anwendung von Pancreaspräparaten bei Diabetes. (Botkin's klin. Zeitung, 1896, No. 41, S. 1022)
Person:
Georgiewski, K.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36359/1/
ANALYSES. 
291 
Dolganoff, W. Priv. Doc. lieber die Wirkung des Eucains auf das Auge. 
(Wratsch, 1896, 51, S. 1449). 
Der Autor prüfte die Wirkung des Eucains auf gesunde Augen und ge¬ 
langte zu folgenden Schlüssen. Bei der Einführung von 3 Tropfen einer 
1%-igen Lösung von salzsaurem Eucain in den Sack der Conjunctiva trat nach 
1 y,—2 Minuten volle Anasthäsie ein und dauerte 5—13, durchschnittlich 7— 
8 Minuten. Das Einführen der Tropfen war sehr schmerzhaft. Die starke 
Hyperämie der Gefässe der Conjunctiva war zuweilen sogar von leichtem Oe- 
dem begleitet, ln den meisten Fällen war in der Grösse der Pupille vor und 
nach der Einführung des Eucains kaum ein Unterschied zu bemerken. Auf 
die Accomodation übt das Eucain keine Wirkung aus. 
Krivonogoff. I. Ueber die therapeutische Bedeutung der Kaliumsalze bei 
Herzkrankheiten in der Periode der Compensationsstörung. (Dis¬ 
sertation. St.-Petersburg, 1896). 0 rep an e bth uecKO ml 3Haqemii co- 
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Der Verfasser behandelte mit Kaliumsalzen solche Kranke, bei welchen die 
Anwendung aller andern Cardiaca resultlos geblieben war. Das Kalium wurde 
in Form von Salpeter verabreicht und bekundete seine Wirkung durch merk¬ 
liche Verlangsamung der Zusammenziehungen des Herzens, Verstärkung der¬ 
selben und Verminderung der Arythmie. Ferner verringerten sich oder schwan¬ 
den gänzlich die Stauungserscheinungen in den Lungen, der Leber und den 
Vieren. Die Harnsecretion wurde eine reichlichere. Die ödematösen Erscheinun¬ 
gen schwanden gleichfalls, infolge dessen das subjective Gefühl der Kranken 
sich besserte. 
Die vom Autor an Tieren angestellten Experimente bestätigten seine 
klinischen Beobachtungen hinsichtlich der Verlangsamung des Rythmus und 
der Verstärkung der Zusammenziehungen des Herzens. 
Georgiewski, K. Dr. Beobachtungen über die Anwendung von Pan- 
creaspräRaraten bei Diabetes. (Botkin’s klin. Zeitung, 1896, JV» 
41, S. 1022). 
Der Autor wandte den ausgepressten Saft der Pancreas in zwei Fällen 
von Diabetes an. In beiden Fällen trat nach der Einführung desselben per 
rectum merkliche subjective Besserung ein. Man beobachtete bedeutende Stei¬ 
gerung der Oxydationsprocesse, starke Verminderung der Extractivstoffe im 
Urin, schwächeres Auftreten einiger Erscheinungen seitens des Nervensystems, 
wie z. B. Verstärkung der Patellarreflexe und Verminderung der Parese der Acco¬ 
modation. Eine so günstige Wirkung dieses Mittels erklärt der Autor durch 
die Förderung der Oxydationsprocesse, welche den Organismus von den gif¬ 
tigen Producten der anormalen Metamorphose befreien helfen. Einen Einfluss auf 
die Glykosurie zu beobachten war es ihm nicht gelungen. Irgend eine Wir¬ 
kung auf den Verlauf einer bei einem der Pancreas beraubten Hunde künst¬ 
lich hervorgerufenen Glykosurie hat der Autor auch nicht wahrgenommen.
        

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