Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dermatol als Antidiarrhoicum. (Wratsch, 1896, No. 41, S. 1143)
Person:
Klimenko, W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36349/1/
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A X A LYSE S. 
Andriuschtschenko, E. Ueber den Einfluss des Airols auf die Bactérien. 
(Wratsch, 1896, JV® 36, S. 991). 
Thatsachen zahlreicher mit Bac. authracis und Staphylococcus ange- 
stellter Versuche haben gezeigt, dass nach 15 Minuten langer Einwirkung 
von Airol das Wachstum der Microben sich verzögert. Ausgesäete Culturen, 
die der Einwirkung 30 Minuten lang ausgesetzt gewesen waren, entwickelten 
sich garnicht. Es ist bemerkt worden, dass die stärkste Wirkung des Airols 
mit dem Beginn der gelben Färbung, d. h. mit der maximalen Ausscheidung 
von freiem Iod, zusammentrifft. 
Blumenau, M. Ueber die Behandlung von fibröser Lungenentzündung mit 
salzsaurem Pilocarpin. (Wratsch, 1896, JV2 39, S. 1083). 
ln der Absicht die Aussagen einiger Autoren über die günstige Wir¬ 
kung des Pilocarpins bei fibröser Lungenentzündung näher zu prüfen, stellte 
der Autor eine Reihe klinischer Beobachtungen an, die ihn zu dem Schlüsse 
geleitet haben, dass dieses Mittel die Krankheit weder unterbricht noch 
sonst irgendwie auf die Dauer derselben oder auf die Verbreitung des Entzün- 
dungsprocesses einwirkt. Auf das bedeutende und schnelle Fallen der Tempe¬ 
ratur, welches häufig bei der Behandlung mit Pilocarpin eintritt und gewöhn¬ 
lich nur kurze Zeit anhält, folgt mehr oder weniger anhaltende Tempera¬ 
turerhöhung. Bei der Behandlung mit Pilocarpin vergeht die Entzündung nicht 
auf kritischem sondern auf lytischem Wege. 
Klimenko, W. Dermatol als Antidiarrhoicum. (Wratsch, 1896. V 41. 
S. 1143). 
Nachdem der Autor Dermatol in 60 Fällen angewandt hatte, gelangte er 
zu dem Schlüsse, dass dasselbe als Antidiarrhoicum grössere Aufmerksamkeit 
verdient als ihm bis jetzt zu Teil geworden ist. 
Romanoff, F. Pros. Zur pathologischen Anatomie der Vergiftung mit 
chlorsaurem Kali. Ein Fall von Vergiftung mit Bertholletsalz, be¬ 
gleitet von fettiger Embolie in den Lungen und andern Organen 
(Wratsch, 1796, JV® 41, S. 1141, JY2 42. S. 1178). 
Bei der Autopsie einer an Vergiftung mit chlorsaurem Kali Gestorbenen 
fand der Autor ausser anderen, schon früher beschriebenen, Veränderungen 
in den inneren Organen, noch eine sehr verbreitete Verstopfung der Gefässe 
mit Fett, auf welche früher kein Forscher aufmerksam gemacht hatte. Die 
Embolie der Gefässe mit Fett trat am schärfsten in den Lungen, wo, ausser 
den Capillaren, auch kleine Arterien verstopft waren, schwächer im Gehirn, 
dem Herzen und den Nieren und um schwächsten in der Milz und der Le¬ 
ber hervor. Um zu prüfen, ob die Embolie das Resultat der Vergiftung 
wrar oder irgend eine andre, zufällige, Ursache hatte, stellte der Autor Ver¬ 
suche an Tieren an, die er mit chlorsaurem Kali vergiftete. Es wurde da¬ 
bei ein Bild erhalten, welches die Voraussetzung, dass die Verstopfung der 
Gefässe mit Fett das Resultat der Vergiftung mit chlorsaurem Kali sei, be¬ 
stätigte.
        

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