Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Nervenendigungen in den Lymphgefässen der Säugetiere. (Aus dem histologischen Laboratorium der Kais. Universität zu Tomsk). Inaug.-Diss. (Nebst 3 Tafeln und Abbildungen) Tomsk, 1901, S. 1-30
Person:
Kytmanoff, K.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36329/1/
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BIBLIOGRAPH! E. 
sieht Tischutkin niclit für eine secretorische Function der Zellen der Mal¬ 
pighi sehen Schicht, sondern für eine besondere physiologisch-regressive Meta¬ 
morphose des Hautepithels an. 
Kytmanoff, K. Ueber die Nervenendigungen in den Lymphgefässen der 
Säugetiere. (Aus dem histologischen Laboratorium der Kais. Uni¬ 
versität zu Tomsk). Inaug.-Diss. (Nebst 3 Tafeln und Abbildungen) 
Tomsk, 1901, S. 1—30. 
Nach einem kurzen historischen Ueberblick über das Lymphsystem im 
Allgemeinen und über die Nervenendigungen in den Gefässen im .Besonderen 
redet der Autor zuerst von seiner eigenen Methodik, sodann von den Resul¬ 
taten seiner Untersuchungen. Der Silbermethode nach Golgi und der Goldme¬ 
thode nach Cohnheim, Ranvier und Löwit bediente sich der Autor, als seinen 
Zwecken nicht entsprechend, nicht und wandte hauptsächlich die Methylenblau¬ 
methode an, indem er den Farbstoff in '/. %-iger bis 3%-iger Lösung in das 
Blutgefässsystem einführte; in seltenen Fällen färbte er nach der Dogel'schen 
Methode Stückchen von Geweben auf dem Glase mit l/tü — 1/l0-iger Lösung 
desselben Farbstoffs. Die Fixirung der gefärbten Präparate geschah meist mit 
pikrinsaurem Ammonium. Bei seinen Arbeiten konnte der Autor sich von der 
Richtigkeit der von andern Forschern wahrgenommenen Thatsache überzeugen, 
dass die Präparate 2—7 Monate nach der Herstellung heller wurden und 
gute Bilder der Nervenendigungen an solchen Stellen gaben, wo letztere früher 
nicht sichtbar waren. Als Untersuchungsmaterial dienten Kytmanoff gewöhn¬ 
lich Hunde, in 3—4 Fällen—Katzen und in einem Falle benutzte er als Un¬ 
tersuchungsobject die testis und funiculus spermatieus eines frischgetöteten 
Kalbes Bei seinen Studien der Nervenendigungen in den grösseren und klei¬ 
neren Lymphgefässen bediente sich der Autor des d. thoracicus, zuweilen der 
d. tracheales und der Lymphgefässe funiculi spermatid. 
Die Schlüsse des Autors bestellen in Folgendem: 1) die Lymphgefässe 
sind sehr reichlich mit Nerven versehen; 2) die Nervenstämmchen bestehen 
haupsächlich aus marklosen Nervenfasern und einer geringen Anzahl von mark¬ 
haltigen: 3) ein Teil dieser Stänunchen geht unmittelbar von dem in der Nähe 
liegenden Stamme des sympathischen Nerven ab und ist stellenweise mit in 
Knötchen gruppirten Nervenzellen versehen, ein anderer Teil geht von den¬ 
jenigen ab, die die vasa vasorum lymphaticorum begleiten; 4) alle Nerven der 
Lymphgefässe können ihrer physiologischen Bedeutung nach scheinbar folgen- 
dermaassen eingeteilt werden in: 1) sensorische, 2) motorische und 3) vielleicht, 
secretorische; 5) in den Wänden der Lymphgefässe sind mehrere Gellechte 
angelegt: a) ein adventitiales in den oberflächlichen Schichten der t. adventitia; 
b) ein supermusculäres, welches eigentlich einen tieferen Teil des ersteren bil¬ 
det; c) ein intermusculäres und d) ein subendotheliales; 6) von einem jeden 
dieser Geflechte gehen Nervenfäden ab. die teils in sensorische, teils in moto¬ 
rische Endigungen übergehen; 7) die sensorischen Endigungen sind in den 
Bindegewebs^chichten aller drei Lagen der Lymphgefässe in Gestalt von baum¬ 
oder buschförmigen Gebilden angelegt, während die motorischen als freilie¬ 
gende Fäden erscheinen, die sich den Muskelzellen nur anschmiegen; 8) im
        

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