Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einiges über den Richtungskörper und Dottkern in dem sich enwickelnden Ei von Moina rectirostris. (Mit einer Tafel mit Zeichnungen). Journal der Zoolog. Abt. der Kais. Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften, der Anthropologie und Ethnographie. Bd. III. No. 1. 1900. Moskau
Person:
Lepioschkin, W. D.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36322/1/
BIBLIOGRAPHIE. 
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stärkere Entwicklung des Hinterendes des Embryo stattfinden kann: es ist 
diesem Bezirk von der Wachstumzone an beginnend ein gewisser Grad von 
Autonomie und während der anfänglichen Bildung stärkeres Wachstum eigen. 
Lepioschkin, W. D. Einiges über den Richtungskörper und Dotterkern 
in dem sich entwickelnden Ei von IV! o i n a recti rostris. (Mit 
einer Tafel mit Zeichnungen). Journal der Zoolog. Abt. der Kais. 
Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften, der Anthropo¬ 
logie und Ethnographie. Bd. III. JV2 1. 1900. Moskau. 
Der Autor constatirt die Thatsache der Ausstossung eines Polkörperchens 
in einem unbefruchteten (im Sommer gelegten, parthenogenetischen) Ei vuii 
Moina, nachdem dasselbe in die Embryonalkammer eingedrungen war. 
Der Autor stimmt den von Weissmann und Ischikawa angeführten That- 
sachen nicht bei, auf Grund derer im parthenogenetischen Ei das Vorhanden¬ 
sein auch eines zweiten Polkörperchens angenommen werden könne. 
Eingehender lässt sich der Autor über den sogenannten Dotiertem aus, 
in Betreff dessen er auf Grund eigener Beobachtungen zu folgenden Schlüs¬ 
sen gelangt ist: 1) Der Dotterkern ist ein Gebilde, welches in einem jeden 
Ei, von der Zeit an, wo es gelegt ist, bis zum 82-ten Teilungsstadium der Zelle 
eigen ist; 2) der Dotterkern wird manchmal durch Kernfarben tingirt; 3) vom 
Anbeginn der Furchung an gehört er zu einem bestimmten Blastomer, der 
in dem animallen Streifen des Eies liegt; 4) derselbe besitzt eine bestimmte 
Form, homogene Consistenz und vacuolisirten Inhalt; 5) beim Zerfallen scheint 
er sich in kleinste Körnchen zu zerteilen; 0) dabei nähert er sich dem Kern und 
umhüllt ihn: 7) der Dotterkern steht mit dem Centrosoma in Verbindung, 
welches dessen Zerfall befördert; 8) nach dem Zerfall des Dotterkerns erschei¬ 
nen in dem betreffenden Blastomer Fettkügelchen, die diesem Blastomer sowie 
der aus demselben entstandenen Tochterzellen auf lange angehören; 9) aus 
dem den Dotterkern enthaltenden Blastomer entstehen in der Folge die Ge¬ 
schlechtszellen des Embryo und 10) in den Anfangsstadien des Furchungs- 
processes scheidet der Dotterkern in den zwischen dem Ei und dessen Hülle 
befindlichen Raum ein Klümpchen Plasma aus. 
Am Ende seiner Arbeit spricht der Autor auf Grund von ihm selbst 
erhaltener Thatsachen die mit Bambeke, Wilson und Häcker geteilte Ansicht 
aus, dass der Dotterkern, ohne für das Ei eine wesentliche Bedeutung zu be¬ 
sitzen, eine bestimmte Rolle im Stoffwechsel spielt, inder er die Entwicklung 
und das Wachstum des ganzen Eies oder eines bestirnten Blastomers desselben 
befördert. In dem vom Autor beschriebenen Falle ist der Dotterkern der bes¬ 
seren Ernährung derjenigen Zellen förderlich, aus denen sich in der Folge das 
Sexualsystem bildet. 
Aituchow, N. Die Anatomie der menschlichen Zähne. Mit einem Vor¬ 
wort des Herrn Prof. em. D. Ziornow. 75 Zeichnungen. Preis 1 R. 
50 K. 1 —124 Seiten. Moskau. 1900. 
Der Autor, Prosector an der moskauer Universität, nimmt schon seit 
einigen Jahren den Lehrstuhl für Anatomie an der 1-sten Schule für Odonto¬ 
logie zu Moskau ein. Welches die Forderungen sind, die in dergleichen Lehr- 
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