Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Nervenelemente und das Nervensystem des Flusskrebses (Astacus fluviatilis) Mit 1 Tafel. Mémoires de l'Académie Impériale des Sciences de St.-Pétersbourg. VIII Série. Classe Physico-Mathématique. Vol X. No. 2. 1900. St.- Pétersbourg
Person:
Owsiannikow, Ph.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36310/1/
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BIBLIOGRAPHIE. 
Schwankung, welche dann eintreten können, wenn ein grosser Teil derselben 
in die Zeit der Muskelzuckung fällt, nur deshalb statt, weil der chemische 
Prozess und die Arbeitsleistung entweder zu- oder abnehmen und sie diesen 
Veränderungen entsprechen müssen. Schenck’s Ansicht nach bewirkt die Ver- 
grösserung der Spannung in der zweiten Hälfte der negativen Schwankung 
stets Verminderung ihrer Höhe. 
Nachdem vorliegende Arbeit schon beendet war, erschien im Druck eine 
(in demselben physiologischen Institute zu Halle ausgeführte) Arbeit von Jen¬ 
sen '), der mittelst des Galvanometers beweist, dass die elektrische Schwankung 
bei Isotonie und bei Isometrie in einem einzelnen Muskelelemente (mm. addu- 
ctores) ganz identisch verläuft. 
B i b I i o g r a p li i e. 
I. Analyses. 
Owsiannikow, Ph. Ueber die Nervenelemente und das Nervensystem des 
Flusskrebses (Astacus fluviatilis) Mit 1 Tafel. Mémoires de T Aca¬ 
démie Impériale des Sciences de St.-Pétersbourg. VIII Série. Classe 
Physico-Mathématique. Vol. X. V 2. 1900. St.-Pétersbourg. 
Die Resultate der vorliegenden Arbeit kann man in folgende Hauptsätze 
zusammenfassen. Die Nervenzelle besitzt eine Membran, besteht aus Plasma, 
in welchem Schollen und Primitivfibrillen liegen. Die letzteren sind feiner 
oder gröber. Feinere Fibrillen liegen um den Kern und bilden ein Maschen¬ 
werk, die grösseren mehr an der Peripherie der Zelle, gesellen sich zu einem 
dicken Bündel, welches aus den Zellen durch die Cylinderaxis herausläuft. 
Der Kern besitzt ein oder zwei Kernkörperchen und eine feste Membran, die 
manche Eigenthümlichkeiten aufweist. Während die meisten Zellen, was ihren 
Bau anbetrifft, einander sehr ähnlich sind, ist die Gruppirung der Kernbestand- 
theile der Körnchen, Fäserchen, Stäbchen eine sehr verschiedenartige. Das 
Gewebe, in welchem die Nervenzellen gelagert sind, ist wesentlich von dem 
verschieden, aus welchem die Zellen bestehen. Fs findet kein Uebergang der 
Fasern aus einem Gewebe in das andere statt. Aron der Nervenzelle gellt in 
der Regel nur ein Nerv aus, aus dem sowohl Dendriten als Nerven entsprin¬ 
gen. Die Primitivfibrillen, welche zur Bildung der Nerven und Dentriten bei¬ 
tragen, liegen in einer halbflüssigen Masse eigebettet. Alle Abdominalganglien 
sind, was ihren feineren Bau anbetrifft, einander sehr ähnlich. Die Structur 
der genannten Ganglien hat mit der des Rückenmarkes viel Aehnlichkeit. Man 
f) „Ueber das Yerhältniss der mechanischen und clectrischen Vorgänge im erregten Muskel“. 
Pfl. Arch., Bd. 77,
        

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