Bauhaus-Universität Weimar

UEBER DIE REGISTRIRUNG DER KURZDAUERNDEN LIGHTEFFEKTE. 
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einer Linse (S) auf die Spalte geworfen, so bekommt man auf dem Photo¬ 
gramm einen schwarzen Streifen, in welchem sich eine weisse gezackte Linie 
aufgezeichnet befindet. Selbstverständlich entspricht jeder Zacke eine Stimm¬ 
gabelschwingung. 
1. Bestimmung der Wirkungszeit der Verschlüsse. Stellt man zwischen 
der Lichtquelle und der Spalte einen photographischen Verschluss, wie es 
auf der Zeichnung (Fig. 1, c) dargestellt ist, und setzt man den Mechanismus 
Fig. 1. 
in Bewegung, so wird das Licht offenbar nur während der Zeit des Offen¬ 
bleibens des Verschlusses auf die lichtempfindliche Schicht wirken können. 
Auf dem Photogramm resultirt eim schwarzer Streifen mit weissen Zacken, 
deren Zahl der Wirkungszeit der Verschlusses entspricht. Bei diesen Versu¬ 
chen lassen sich Stimmgabeln mit verschiedenen Schwingungszahlen an wenden; 
wir benutzten bei unseren Versuchen Stimmgabeln von je 50, 100 und 500 
v. d. in der Sekunde, sodass jede Zacke » yqq und einer Sekunde 
entsprach. Als Lichtquelle kann Bogenlicht, Drummond’sches Licht resp. Magne¬ 
siumstreifen dienen (Taf. I, Fig. 4—7). 
Im Allgemeinen muss aber gesagt werden, dass keiner der gewöhnlichen 
von Amateuren gebrauchten Verschlüsse mit wechselnder Feststellung während 
der Wirkungszeit auch nur annähernd die auf denselben vermerkten Zahlen giebt. 
2. Bestimmung der Bauer des Magnesium—Blitzlichtes. Dieselbe Methode 
wurde auch hier angewandt. Die Anordnung der Trommel, der Spalte und des 
Chronographen war dieselbe, wie in den obigen Versuchen. Anstatt der Licht¬ 
quelle und des Verschlusses wurde dagegen eine bestimmte Magnesiummenge 
genommen, die man, nachdem die Trommel und der Chronograph in Gang 
gesetzt worden waren, anzündete. Die erhaltenen Photogramme unterscheiden 
sich von den früheren. Wie zu erwarten wan, bemerkten wir an denselben 
den Umstand, dass die Intensität der Beleuchtung während des "\ erbrennens 
des Magnesiumpulvers nicht eine und dieselbe im Laufe der Beleuchtungszeit 
bleibt. Das Ansteigen der Lichtstärke vollzieht sich rasch, sodass ungefähr 
0,01 Sekunde nach dem Beginn die maximale Beleuchtung erlangt wird: letztere 
dauert, je nach der Zusammensetzung des Gemisches, eine mehr oder weniger
        

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