Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Chronophotographie im physiologischen Institut der K. Universität in Moskau
Person:
Morochowetz, L.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36292/6/
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DIE CHRONOPHOTOGRAPHIE IM PHYSIOLOGISGHEX INSTITUT. 
Da die Klemme, welche die Platte an der vertikalen Stange des Pendels fest¬ 
hält, der Länge nach verstellbar ist und in jeder Lage fest geschraubt werden kann, 
so ist es möglich auf einer und derselben Platte mehrere Kurven zu erhalten. 
Behufs automatischer Schliessung des Stromes bei physiologischer oder pho¬ 
tographischer Registrirung ist das untere Ende des Pendels mit einem Draht ver¬ 
sehen, welcher in eine mit Quecksilber gefüllte Rinne taucht; da diejgegenseitige 
Lage beider nach Wunsch verändert wer¬ 
den kann, so hat man die Möglichkeit so¬ 
wohl den Anfang uud das Ende der Rei¬ 
zung als auch die Dauer der Schliessung zu 
verändern. In dieser Form kann der Ap¬ 
parat gebraucht werden um Muskelkurven, 
Reaktionszeit u. s. w. zu verzeichnen. 
2. Die Camera obscura bildet ein Ge¬ 
häuse, welches den obenbeschriebenen Pen¬ 
del umschliesst. Dasselbe ist aus Zink, mit 
schwarzer Farbe gestrichen und an einer 
Seitenwand A (Fig. 7) mit Scharnieren 
versehen, welche sich am Boden des Appa¬ 
rats befinden, infolge dessen man zum Inne¬ 
ren des Gehäuses Zugang hat, um das Einführen oder Herausnehmen des Pen¬ 
dels zu bewerkstelligen. Gleicherweise kann auch der obere Teil der Vorder¬ 
wand, die eine quadratische 10 Ctm. weite Oeffnung besitzt, nach vorn zurüc 
Fi". 7. 
gelegt werden. In diese Oeffnun 
befindlichen 10 Ctm. langen und 1 
hinteren, unbeweglichen Wand ist 
wird eine Platte mit einer in der Mitte 
Ctm. breiten Spalte hineingesetzt. In der 
ebenfalls eine quadratische ( leffnung, der 
obenerwähnten gegenüber, vorhanden. 
Vermittelst einer am Boden des 
Apparats befindlichen Stellschraube ist 
das Gehäuse so zu stellen, dass der 
Pendel ohne zu versagen an der einen 
wie auch an der andern Seite des He¬ 
bels festgehalten werden könne, wobei 
die Handhabe desselben, je nach Be¬ 
darf, entweder durch die vordere oder 
' durch die hintere Wand des Apparates 
hervorragt. 
3. Die Aufnahme der Bilder auf 
der photographischen Platte, die an dem 
oberen Ende des in dem Gehäuse befindlichen Pendels befestigt ist. geschieht 
entweder mit Hilfe von Objektiven oder von punktförmige Oeffnungen. 
A. Die Aufnahme von Bildern mit Hilfe von Objektiven unterscheidet 
sich in nichts von der gewöhnlichen A erfahrungsweise. 
a. ln einem Falle wird die Kammer mit einem Balge, z. B. von einer 
Zeiss’schen Projektionslaterne mit den entsprechenden Einrichtungen, versehen. 
Indem man die Scharniere m und n benutzt, (big. 8) gelingt es unschwer die an 
dem Pendel befestigte Platte in dem Brennpunkte des Systems einzustellen.
        

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