Bauhaus-Universität Weimar

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GEHÖR BLÄSCHEN' BEI PTEROTRAC H EID AE. 
■). Dds Entfernen beider Lläschen ruft eine Bewegungsstörung' in der 
^ eise hervor, dass das lier die Fähigkeit in die normale Lage, d. h. mit 
nach eben gerichteter Flosse, zu kommen verliert und in kreisförmige Bewe¬ 
gungen in vertikaler Richtung und der Längenachse des Körpers nach kommt. 
4. Dun h das Enttcinen der Augen werden keine Bewegungsstörungen 
verursacht. 
5. Die gleichzeitige Entfernung der Augen und der Bläschen ergiebt die¬ 
selben Resultate, wie die Entfernung der Bläschen allein. 
6. Bei Entfernung der Bläschen können die unverletzt gebliebenen Au¬ 
gen die Störungen in den Bewegungen nicht ausbessern. 
7. Die Durchschneidung eines oder beider von den Gehörbläschen zum 
Nervenknoten führender Gänge gleicht dem Entfernen eines oder beider Gehör- 
bläschen. 
8. Das Vernichten des Kopfganglion verursacht die Unfähigkeit mit nach 
oben gerichteter Flosse zu schwimmen. 
9. Durch das Centrifugieren werden keine Störungen erzeugt. 
10. Die V ernichtung des Ganglion pedale ruft eine volle Lähmung der 
Bewegungen des Tieres hervor. 
Anmerkung. Diese Arbeit war schon beendet, als in Pflügers Archiv 
Band 74 ein Artikel des Herrn Dr. Th. Beer (Vergleichend-physiologische 
Studien zur Statocystenfunction. 11. Versuche an Crustaceen (Penäus membra- 
naceus) erschien, der die Beschreibung seiner Experimente an Penäus membra- 
naceus (Crustacea) enthielt. 1 >er Verfasser nahm an dieser Krebsart Folgendes 
vor: 1) Entfernung der Antenen—wobei er bei einseitiger Entfernung kreisen¬ 
de Bewegungen beobachtete, und zwar war die übriggebliebene Antenne dem 
Centrum, des Kreises zugewandt. Die zweiseitige Entfernung der Antennen 
rief keine Störungen in den Bewegungen hervor. 2) L>ie Entfernung der Gehör¬ 
bläschen verursachte Bewegungsstörungen: das Tier schwamm auf dem Rücken, 
zog Kreise den verschiedenen Achsen nach. 3) Die Entfernung nur eines 
Bläschens rief Störungen gleicher Art, jedoch geringerer. Stäreke hervor. 4) 
Die Blendung der Tiere zog keine Störungen in den Bewegungen nach sich, 
gleichzeitig mit dem Entfernen der Bläschen aber verstärkte sie die Störungen, 
ln einer Anmerkung zu seinem Artikel erklärt der Verfasser bei Heteropoda 
(Pterotrachea mutiea et coronata) bei «Entstatung> ähnliche Erscheinungen wie 
bei Penäus membranaceus gefunden zu haben (?); dieselben reagiren, wie er 
meint, auf den Schall nicht. Wie er die Experimente anstellte, teilt der Verfas¬ 
ser nicht mit.
        

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