Bauhaus-Universität Weimar

260 
ZUR PHYSIOLOGIE DES NERVUS PHENICUS. 
3. Die Durchschneidung bei Hunden der Zwerch feilnerven an beiden Sei¬ 
ten bewirkt ein noch 'schärferes Hervortreten der in den zwei vorhergehenden 
Sätzen angeführten Erscheinungen. 
4. Die Durchschneidung bei Hunden der Zwerchfellnerven an beiden Seiten 
hat eine Verminderung des Volumens der aus- und eingeathmeten Luft zur Folge. 
5. Einfluss der Durchschneidung der Nn. phrenici auf das 
Volumen der aus- und eingeathmeten Luft. 
Die Erscheinungen dieser Art wurden mit Hilfe des Spirometers von 
Hutchinson studiert. Die Anzahl der Versuche betrug 25. Die Resultate dieser 
Untersuchungen sind in Tabelle V zusammengefasst: 
Die Endresultate dieser Tabelle stellen sich folgendermaassen dar: Tab. VI, 
Wir ersehen daraus,dass die Anzahl der Excursionen der Hotchinson'schen 
Glocke an der Scala, mit anderen Worten die Zahl der Expirationen und 
Inspirationen nach Durchschneidung der Nn. phrenici grösser geworden ist: 
das Maximum der Expirationen = 32 ist auf das Maximum = 37 gestiegen, 
das Minimum der Expirationen = 12 auf das Minimum = 14; das Mittel der 
Expirationen = 20,2 hat sich nach Durchschnei dung der Zwerchfellnerven in 
das Mittel =22,9 verwandelt. 
Was das Volumen der ausgeathmeten Luft betrifft, so sehen wir, dass das 
Maximum des Volumens der ausgeathmeten Luft = 120 Cc. durch das Maxi¬ 
mum =102,8 Cc., das Minimum derselben = 45 Cc. durch das Minimum = 38,9 
Cc., das Mittel = 75,8 durch das Mittel = 67,5 Cc. ersetzt werden. Im Mittel 
wurde ein Minus von 8,3 Cc. im Volumen der ausgeathmeten Luft in 25 Fällen 
(Maximum = 16,0 Cc., Minimum = 3,1 Cc.) erhalten, was als Beweis dafür gel¬ 
ten kann, dass nach Durchschneidung der Nn. phrenici die Anzahl der Athem- 
bewegungen zwar stieg, die Intensität und Tiefe derselben jedoch bedeutend 
abnahm, worauf die allgemeine Verminderung des Volumens der ausgeathme¬ 
ten Luft deutlich hinweist. 
Hinsichtlich der Quantitäten der eingeathmeten Luft sehen wir eine noch 
auffallendere Veränderung. 
Die Anzahl der Inspirationen stieg von 22,5 auf 25,3; das Maximum des 
Volumens der eingeathmeten Luft =96 Cc. sank auf 90 Cc., das Minimum = 
45 Cc.—auf 36,9, das Mittel des Volumens der eingeathmeten Luft ging von 
73,4 Cc. auf 39,0 über. In unseren 25 Fällen erhielten wir somit ein Minus 
von 14,4 Cc. des Volumens der eingeathmeten Luft (Maximum = 30 Cc., Mi¬ 
nimum =5,3 Cc.), d. h. dass die Anzahl der Inspirationen stieg, dieselben aber 
an Intensität und Tiefe nach Durchschneidung der Zwerchfellnerven einbüssten 
und in Folge dessen die Quantität der eingeathmeten Luft geringer wurde. 
Ausserdem änderte sich vollständig das Verhältniss der Volumina der ausgeath¬ 
meten und der eingeathmeten Luft zu einander: nämlich vor der Durchschnei¬ 
dung der Nn. phrenici verhielt sich das Volumen der ausgeathmeten Luft zu 
demjenigen der eingeathmeten wie 75,8 : 73,4, nach der Durchschneidung der¬ 
selben -wie 67,5 : 59,0; mit anderen Worten, nach der Durchschneidung der 
Nn. phrenici verändert sich das Verhältnis der Volumina der aus- und ein¬ 
geathmeten Luft aus dem Grunde, dass das Volumen der eingeathmeten Luft 
.bedeutend geringer wird.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.