Bauhaus-Universität Weimar

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ZUR, PHYSIOLOGIE DES NERVUS PHRENICUS. 
der. Nach dem Curarisieren fanden keine Zusammenzieliungen des Zwerchfells 
statt, und auf dem Registrirapparate wurde ein gerader Strich erhalten, obgleich 
die peripherischen Abschnitte der Nn. phrenici durch den Strom gereizt wur¬ 
den, wobei die Entfernung zwischen den Spulen 80, 50 und 40 Mm. betrug. 
2. Einfluss der Dur ch sch neidung eines N. phrenicus und 
der Nn. phrenici auf die Contractionen des Zwerchfelles. 
Der Registrirapparat verzeichnete die Bewegungen des Zwerchfells nach 
der Durchschneidung des einen N. phrenicus und nach der Durchschneidung 
beider Nn. phrenici. Es fanden in dieser Richtung 12 Versuche statt. 
Tabelle II giebt die auf diese Weise registrirten Zwerchfellcontractionen 
bei unversehrt gebliebenen Nn. phrenici und nach Durschneidung des einen 
oder beider Zwerchfellnerven. 
Aus dieser Tabelle ersehen wir Folgendes: a) bei den Kurven 1 und 4, wel¬ 
che die Zwerchfellcontractionen vor der Durchneidung der Zwerchfellnerven dar¬ 
stellen, sind die Expirationen von den Inspirationen durch scharfe Winkel 
getrennt und ist die Höhe der Expiration der Tiefe der Inspirationen gleich, b) Bei 
den Kurven 2 und 5, welche die Zwerchfellcontractionen nach Durchschnei¬ 
dung eines der Zwerchfellnerven wiedergeben, ist der expiratorische, wie auch 
der inspiratorische Typus nach beiden Seiten hin plötzlich merklich verändert. 
Zwar sind an der Kurve 5 Expiration und Inspiration, wie vorher, von einan¬ 
der noch durch einen scharfen Winkel getrennt und ist die Höhe der einen 
der Tiefe der anderen gleich, doch ist deren allgemeine Grösse bedeutend ge¬ 
ringer als bei der Kurve 4. An der Kurve 2 sehen wir, wie bedeutend sich 
nach beiden Seiten hin Expiration und Inspiration verändert haben und wie 
verhältnissmässig lange es dauert, bis sich das Zwerchfell zum Inspirationsakt 
zusammengezogen hat, obgleich bei weitem nicht in dem früheren Maasse. 
c) Noch schärfer macht sich diese Erscheinung an den Kurven 3 und 6 be¬ 
merkbar, mittels welcher die Zwerchfellcontractionen nach Dur< hschneidung 
beider Nn. phrenici registriert sind. Hier ist schon der Typus der Athmung 
stark verändert, denn die Expirationen und Inspirationen sind von einander 
nicht mehr durch scharfe Winkel sondern durch Bogen getrennt und ist der 
Inspirationsakt bedeutend länger als der Expirationsakt. 
12 Versuche gaben mir identische Resultate, so dass man auf Grund der¬ 
selben zu folgenden Schlüssen gelangen kann: 
1. Die Durchschneidung eines N. phrenicus verändert den Typus der 
Zwerchfellcontractionen oder den Athmungsmechanismus beider Seiten. 
2. Eine tiefe Veränderung in dieser Richtung findet nach Durchschneidung 
beider Nn. phrenici statt. 
3. Nach Durchschneidung beider Nn. phrenici scheint das Zwerchfell nur 
unter dem Einflüsse der von den Inter costalnerven erhaltenen Impulse weiter zu¬ 
arbeiten und kann vom klinischen Standpunkte aus als gelähmt angesehen werden. 
2. Einfluss der Durchschneidung der N.N. phrenici auf die 
Anzahl der At he mb ew eg un g in V. 
Es wurden in dieser Richtung 25 Versuche gemacht und che Resultate 
derselben in folgender Tabelle III verzeichnet:
        

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