Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
M. Casslant: La loi psycho-physique d'après M. Charles Henry. Revue scientifique Bd. IX, Nr. 6, S. 171-176. 5. Févr. 1898
Person:
Meyer, Max
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36226/1/
Literaturbericht. 
80S 
Erscheinung traten/* Auch dafs Hephaestos hinken und Prometheus sich 
durch gleich lange Beine auszeichnen mufste, kann uns R. aus seinen Be¬ 
obachtungen fiber Musikphantome erklären. Wer sich dafür interessirt, 
mag es im Original nachlesen. 
R. polemisirt oft gegen „frühere Forscher", ohne aber einen Namen 
in nennen, so dafe man nie weife, wer denn eigentlich gemeint ist. Nur 
bei der folgenden Stelle merkt man leicht, dafs der Ausfall gegen 
Bslhboltz gerichtet ist: „Jedenfalls ist der Ausdruck „Klangfarbe" und 
seine Zurückführung auf Partialtöne im Sinne der seitherigen Psychologie, 
Physiologie und Physik durch unsere Untersuchungen bereits völlig über¬ 
holt.“ Nach R. mufs man nämlich unter Klangfarbe die wirkliche Farbe, 
roth oder grün u. s. w. verstehen, die den Inhalt eines Phantoms bildet. 
Max Mbybr (Berlin). 
M. Casslamt. La loi d’sprès 1« Charles Henry. Berne scienti¬ 
fique Bd. IX, Nr. 6, S. 171—176. ö. Févr. 1898. 
Der Aufsatz giebt eine kurze Darstellung der Aufgaben der Psycho- 
physik und eine Erläuterung von Chablis Hbnby’s psychophysischem Gesetz. 
Dieses Gesetz besteht in folgender Formel: 
8 = K [1 — e H"] 
Darin bedeutet S die Empfindung, I den Reiz, e ist die Basis des natür¬ 
lichen Logarithmensystems, JT, 1 und m sind Parameter, die je nach dem 
Zustande des Individuums innerhalb gewisser Grenzen schwanken, und 
deren Zahlenwerthe in jedem einzelnen Fall so zu bestimmen, sind, dafs 
die berechneten und die durch das Experiment gefundenen Warthe mög¬ 
lichst übereinstimmen. 
Die Parameter reprisent!ren also den augenblicklichen Zustand des 
Individuums; dafs sie jedoch besondere, bestimmt© psychisch© und 
physiologische Eigenschaften des Individuums darstellen, kann nicht ge¬ 
sagt werden. Nur von. K ist m wahrscheinlich, dafs der höchste Grad, der 
Empfindung dadurch ausgedrückt wird, zu dem das Individuum be¬ 
fähigt ist. 
Die Parameter K und. X können sich gleichzeitig ändern, ohne die 
Üebereinstimmung der Formel mit den Beobachtungen zu beeinträchtigen. 
Dagegen mufs m, der einflufereichste Parameter, identisch bleiben. 
ist keine Constante, sondern von i abhängig. 
Max Miybe (Berlin). 
1. Pbbobms. Les ye« et les fonctions visuelles des (togolais. Janus, Arch. 
intern, pour l'histoire de la mMemm ei pour la géographie médicale II, 459 
Mb 463'. 1896. 
Der Verfasser hat an 50 Congo-Negern, die m Sommer 1897 bel Ge¬ 
legenheit einer Ausstellung in Brüssel anwesend waren, die Augen in 
anatomischer und. physiologischer Hinsicht untersucht. Von. den physio¬ 
logischen Ergebnissen sei hier Folgendes erwähnt. 
Bei allen Untersuchten bestand Hypermétropie, auch bei den des 
Lesens Kundigen. Die Frauen, welche sich vielfach mit dem Aufreihen 
Zeitschrift für Psychologie XVQL
        

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