Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
1. G. Dumas: Recherches expérimentales sur l'excitation et la dépression. Rev. philos. Bd. 43, Nr. 6, S. 623-634. 1897 / 2. F. Parr: La liaison causale des émotions et de la circulation sanguine périphérique. Ebenda Nr. 5, S. 504-507. 1897 / 3. G. Stanley Hall: A Study of Fears. The American Journ. of Psychol. VIII (2), S. 147-249. 1897 / 4. J. Roux: La sensation douloureuxe [Corr.: douloureuse]. Province médicale. Lyon, 10. Oct. 1896 / 5. D. Irons: The Nature of Emotion. The Philos. Rev. VI (3 u. 5), S. 242 bis 256, u. 470-496. 1897 / 6. Ch. Féré: L'antithèse dans l'expression des émotions. Rev. philos. Bd. 42, S. 498-501. 1896 / 7. L. Dugas: La timidité. Rev. philos. Bd. 42, S. 561-585. 1896 / 8. H. F. Rulison: The Mechanism of Sympathy. The Open Court XI (2), S. 99-116. 1897 / 9. Ed. Martinak: Zur Begriffsbestimmung der intellectuellen Gefühle. Süddeutsche Blätter für höhere Unterrichtsanstalten IV, S. 157-170. 1896 / 10. A. Gurewitsch: Zur Geschichte des Achtungsbegriffes und zur Theorie der sittlichen Gefühle. Dissert. Würzburg. 62 S.
Person:
Brahn
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36212/9/
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erkenntwg des Urtheils als einziger Bethätigung dei Intellects ehhängt. 
•Baa Interesse, ein© XTnterabtheilung dieser Kategorie, wird einerseits als 
jenes actuelle Wissensgefühl, das durch das hinzutretende Begehren nach 
weiterem Wiesen charakterisirt ist, andererseits aber auch als die dauernde 
Disposition hierin definirt. Zu dieser Gefühlsform führen Xiebergänge von 
der praetischen Werthhaltumg einerseits, vom ästhetischen moralischen 
sympathetischen und religiösen Gefühl andererseits. 
Die Einheit dieser Gruppe hebt Verl kräftig und mit Recht gegen 
Hmmt’i Fülle von Interessen hervor, bei denen man da« gemeinsame 
Bind nicht findet, hei denen auch Disposition m gewissen Gefühlen mit 
dem durch diese Gefühle vermittelten theoretischen Interesse verwechselt 
wird. Hoffentlich läfst Verl dieser Analyse eine weitere folgen, in welcher 
er die Art der Verbindung klar legt, die zwischen den verschiedenen 
Formen des Urtheils und denen der Gefühle besteht. 
Ein ganz gutes Beispiel, wie man daran gehen kann die einzelnem 
Gefühle monographisch, zu behandeln giebt Giïmwiïsch (10.) Er beschäftigt 
«ich mit den •Wertkumipffefthien der eigenen und fremden Persönlichkeit 
zunächst historisch. Die KjjcT'sch© Erklärung, das Sitten gesetz bewirke 
Unlust durch Niederdrückung der Sinnlichkeit zugleich aber ein Interesse 
für sieh selbst durch sein© Erhabenheit, wird scharf kritisirt, zum Theil 
mit Ausdrücken, die Kamt gegenüber besser weggelassen würden. Es 
werden dann eine Reihe Kantianer, ältere Psychologen, Kirchmann, Horwicz, 
Baut, Lehmann, Zieoler besprochen. Es folgt sodann di© Analyse der Sitt¬ 
ichen Gefühle, welche von dem Begriffe des Sol lens ausgeht, ©Ines anderen 
Ausdruckes für Pflicht, einer der vielen Gefühlsformen, in denen di© objee- 
tiven Inhalte gegeben werden. Als solch© Inhalte des Sittlichen werden 
die harmonische Persönlichkeit und die Liebe zu den Mitmenschen ange¬ 
sehen. Werden diese Forderungen erfüllt, d. h. die sittliche Pflicht gegen 
sich, oder seine Mitmenschen geleistet, so knüpfen sich an dies© Functionen 
Gefühle —- diese sind einerseits Motive des sittlichen Handelns anderer¬ 
seits sittliche Werthschätzungsgefühle der eigenen und fremden Persön¬ 
lichkeit. Wird da« eigene Sollen verwirklicht resp. nicht verwirklicht, so 
sind die Selbstzufriedenheit«- und Reuegefühle, wird fremdes Sollen geübt 
rmp. nicht geübt, so sind die Achtung»- und Verachtungsgefühle gegeben. 
So wird Achtung nur bei sittlichen Handlungen d. h. bei allen gesellten 
gezollt Es folgt ©ine Analyse einer Reihe von Gefühlen, die von sittlichen 
Handlungen abhängen und schliefslich ein© elementare Analyse dieser 
pwmmten Gruppe, in der Verf. auf Wundt's Dreitheilung der Gefühls- 
richtimgen sich «tütet (Grundr. der Psychol. S. §7), der er ©In© Viertheilung 
substttuirt, indem er da« Strebens- und WiderstrebensgefüM hinzurechnet. 
Da« Gebiet der sittlichen Gefühle zählt zu den gemischten Gefühlen, di© 
Achtung insbesondere zu den Lust-Unlust- in Verbindung mit den Strebens- 
und Widerstrebensgefühleii. So führt selbst die Betrachtung der compli- 
cirtesten Gefühl,© noth wendig auf die einfachsten zurück, und es wird wohl 
die monographische Behandlung der höheren Gefühle einen vollen Werth 
«nt bekommen, wenn vorher die allerdings weniger allgemein Interessante 
mmd in den Einzelheiten unscheinbare .Analyse der einfachen Gefühle nach 
Ihrer psychologischen und physiologischen Seite zu Ende gebracht ist
        

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