Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Absorption und Zersetzung des Sehpurpurs bei den Wirbeltieren
Person:
Köttgen, Else Abelsdorff
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36202/9/
Absorption und Zersetzung des Sehpurpurs bei den Wirbeltieren. 169 
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rungen in der Stellung des Kastens auch die Einstellung auf 
Gleichheit der Felder zu ändern. Man mufste daher hier in 
jedem Fall nach erfolgter Zersetzung eine neue Messungsreihe 
machen, deren Werte zur Berechnung der Absorption dienten. 
In denjenigen Fällen, in welchen die beiden Fächer des Kastens 
nicht gleiche Lösungen enthielten, sondern eins derselben mit 
Gallenlösung oder Wasser gefüllt war, wurde durch die zweite, 
nach erfolgter Zersetzung des Sehpurpurs vorgenommene 
Messungsreihe die Absorptionsdifferenz zwischen gebleichter 
Sehpurpurlösung und Gallenlösung resp. Wasser bestimmt und 
diese der Absorptionsberechnung des Sehpurpurs zu Grunde 
gelegt. Diese Art der Absorptionsbestimmung brachte zugleich 
den Vorteil mit sich, Fehler, die sich aus etwaigen Verunreini¬ 
gungen des Sehpurpurs durch Blut oder Pigment hätten er¬ 
geben können, mit Sicherheit auszuschliefsen. 
Aufserdem mufste bei der Rechnung noch berücksichtigt 
werden, dafs ein Teil der Strahlen an den zu diesen senkrecht 
stehenden, parallelen Wänden des Gefäfses mehrfach hin und 
her reflektiert wird, mithin die Sehpurpurlösung nicht ein-, 
sondern mehrmal durchsetzt, wobei jedesmal ein neuer Licht¬ 
verlust durch Absorption entsteht. Diese Korrektur beträgt 
jedoch im Maximum nur 1,5%. 
Auch hatte man es nicht in der Hand, bei allen Lösungen^ 
denselben Konzentrationsgrad herzustellen; wo derselbe, wie 
in den oben angeführten Beispielen, von vornherein beinahe 
gleich war, hatte der Zufall mehr Anteil daran, als die Absicht. 
Um nun einen Vergleich der Resultate zu erleichtern, haben 
wir die ursprünglich gewonnenen Werte so umgerechnet, dafs 
die Mittelwerte der Absorptionskoeffizienten der drei mittleren 
Punkte stärkster Absorption stets dieselben wurden. In den 
folgenden Tabellen III und IV geben wir die so umgerechneten 
Absorptionskoeffizienten des Sehpurpurs von den Vertretern 
der vier in Betracht kommenden Wirbeltierklassen. Die hier 
für jede Art zu einem Mittelwerte vereinigten Einzelreihen 
sind im Anhang1 (Tabelle A und B) besonders abgedruckt. 
Zunächst ergiebt sich also, dafs bei den untersuchten 
Wirbeltierklassen zwei Arten von Sehpurpur Vorkommen, die 
1 Die Tabellen des Anhangs sollen eine Übersicht über das gesamte 
Zahlenmaterial im Einzelnen geben. Über jeder Beihe ist die im 
Maximum wirklich beobachtete Absorption angegeben.
        

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