Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Einfluß von Lichtstärke und Adaptation auf das Sehen des Dichromaten (Grünblinden)
Person:
Kries, J. v. W. Nagel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36192/33/
Einfluß von Lichtstärke und Adaptation auf das Sehen des Dichromaten. 33. 
Hellgleichungen kann man nicht wohl vermeiden, beide Hülfs- 
mittel zu benutzen, und es ist wohl auch hinlänglich bekannt, 
wie hierbei zu verfahren ist, Wenn der Kollimator II das 
homogene Licht von der Wellenlänge X liefert, der Kollimator I 
die Mischung, und wir eine Gleichung erhalten, indem der 
Kollimator II die Spaltweite S2, der Kollimator I die Spalt¬ 
weit S1 hat und das Niconsche Prisma auf «° steht, so wär§ 
die Quantität des Lichtes X proportional S2) die des Kotanteils 
= S1 sin2«, die des Blauanteils = S1 cos2«, und wir erhielten 
S 
für den Kot- und Blauwert des Lichtes X die Werte ~ sin2« 
S 
und cos3«. Die obigen Tabellen enthalten direkt diese Werte 
o2 ~ 
(mit 100 multipliziert). 
Immerhin sind aber bei derartigen Berechnungen gewisse 
Voraussetzungen gemacht, die nicht ganz genau zutreffen. Zu¬ 
nächst ist es bekannt, dafs die Variierung der Spaltweite 
kein ideales Verfahren ist, weil man zugleich stets die Kein- 
heit der Spektren verändert. Um diesen Fehler wenigstens in 
bestimmter Weise übersehbar zu machen, haben wir auf eine 
Variierung des Okulärspaltes bei den Hellgleichungen ganz ver¬ 
zichtet und für die Untersuchungen ganz bestimmte Werte für 
den einen Spalt, teils für den das homogene Licht liefernden 
Spalte H, teils für den das Vergleichslicht resp. die Mischung 
liefernden Spalte I, festgesetzt. Die betreffenden fixierten 
Werte sind in der letzten Kubrik der die Hellgleichungen auf- 
führenden Tabelle angegeben. Wer sich dafür interessiert, 
kann daraus, nach Mafsgabe der obigen Gleichung, auch die 
anderen Spaltweiten berechnen. Um die Beschaffenheit jedes 
der benutzten Lichter wirklich genau zu kennen, ist alsdann 
noch erforderlich, zu wissen, 1. eine wie grofse Verschiebung 
des Kollimators erforderlich ist, um bei 100 Teilstrichen Spalt¬ 
weite ein Licht bestimmter Wellenlänge einmal von dem einen 
und dann von dem anderen Spaltrande auf die nämliche Stelle 
des Okulars zu erhalten. Die Bestimmung ergab, dafs der 
Spalt wert 100 einer Kollimatorverschiebung von zwei Teil¬ 
strichen entsprach. 2. ist zu fragen, eine wie grofse Ver¬ 
schiebung des Kollimators erforderlich ist, um ein und dasselbe 
Licht von dem linken bis zum rechten Kande des Okular¬ 
spaltes zu verschieben. Diese Verschiebung fand sich = 0,8 
Zeitschrift fur Psyeholegie XII. 3
        

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