Bauhaus-Universität Weimar

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O. J. Schmie., 
In einer Entfernung von 0,5 Meter vor dem Auge ist ein 
Fixationspunkt angebracht, welcher bei Ruhestellung des Äuget 
nahezu auf der Cornealaxe liegt. 
Das ScMrmchen kann so verschoben werden, daft nach Be¬ 
lieben der eine oder der andere Theil der Pupille für die vom 
Fixationspunkte herkommenden Lichtstrahlen durchgängig 
bleiben kann. 
Wir können also das ScMrmchen so stellen, dafs nur durch 
ein temporales oder ein nasales Segment der Pupille Licht vom 
Fixationspunkte ins Auge gelangen kann. Damit ist die erste 
Bedingung 'für unsere Versuche, nämlich die excentrische Pupille, 
geschaffen. 
Auch kann der Schirm völlig zur Seite geschoben und die 
Pupille somit ganz unverdeckt gelassen werden. 
Weil die Accommodation gelähmt ist, können wir' durch 
Vorhalten von linsen auch die zweite Bedingung, nämlich das 
Vorhandensein einer Refractionsanomahe nachahmen. 
Man Met erst die Pupille ganz unverdeckt und ersetzt die 
Accommodation, welche zur1 Betrachtung des Fixationspunktei 
nÖtMg sein würde, durch ein Glas von + 2 Dioptrieen. 
Ein zweiter Beobachter fixirt nun mittels zwei ferner Visir 
punkte den Aufsenrand der Cornea, während das zu unter 
suchend© Auge den Fixationspunkt betrachtet 
Jetzt wird ein Concavglas (— 4 Dioptrieen) an die Stelle 
des Convexglases (+ 2 Dioptrieen) gebracht, sodafs das Auge 
hypermetropisch wird (Hypermétropie von 6 Dioptrieen in Be* 
zug auf den zu fixirenden Gegenstand. 
Wenn nun der Fixationspunkt wieder betrachtet wird, sielt 
der zweite Beobachter, dafs der Corneal-Aufsenrand dieselbe 
Stellung behalten hat, das Auge also nicht gedreht worden ist 
Nun aber wird das ScMrmchen von der nasalen Seite her 
vor die Pupille geschoben, sodafs die Lichtstr&Men nur durch 
einen kleinen temporalen Theil der Pupille ins Äuge gelangen 
können, wenn der Fixationspunkt nun wieder betrachtet wird 
und der zweite Beobachter über seine zwei Vistrpunkte bückt, 
wird eine Verschiebung des Comeal-Aufsenrandes um. ungefähr 
1 Millimeter nasalwärts constatirt, also eine Drehung des Auges 
nach innen um 5°. 
Wird der ScMrm von der temporalen Seite her verge*
        

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