Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Théodore Vannod: La fatigue intellectuelle et son influence sur la sensibilité cutanée. Thèse inaugurale. Genève 1896. 61 S.
Person:
Heller, Theodor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36164/1/
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Litera turb&'ich t 
wickelte Bewußtsein das räumliche Moment einer Tastempfindung? Vert 
sucht nachxuweisen, dais hei Beantwortung der ersten. Frage „fiel will¬ 
kürlich® und unbegründet© Hypothesen sur Zeit noch gemacht werden 
müssen.“ Di© Annahme von Empfindungekreisen und Localseichen, welche 
hei Beantwortung der zweiten Hauptfrage in Rücksicht kommen, lahmt 
Verl1, als den Beobachtungsthatsachen widersprechend ah. Ihm erscheine» 
weder die nativisti scheu, noch, die genetischen Baumtheorieen als Ma- 
reichend ; aber auch die Skias© seiner eigenen Theorie schliefst mit dem 
Satze, „dafs man zur Zeit eine vollständige Theorie überhaupt nur mit 
Hülfe einer ganzen Anzahl von willkürlichen Hypothesen entwickeln kann“, 
also mit dem vorläufigen Verzicht auf ©ine hinreichend© Erklärung de« Zu¬ 
standekommens der Raumwahraehmungen im Gebiete des Tastsinnes. • Das 
Ergebniß des theoretischen Theiles ist demnach ein der Hauptsache nach 
negatives. 
Eine mit Sorgfalt susammengestellte Bibliographie ist dem Buche 
beigegeben. Thiodoi Heller, (Wien). 
Théodobb Vannob. La fatigue intellectuelle it son influence sur la sensibilité 
cutanée. Thèse inaugurale. Genève 1896. 61 S. 
Vert, untersuchte den Einflufs geistiger Ermüdung auf das Empfin¬ 
dungsvermögen der Haut nach der bekannten Methode von Gbhssbach an 
Schülern des Gymnasiums und der Realschule zu Bern. In jeder Classe 
wurden drei .Knaben, gemessen, von denen je einer den besten, den mittel¬ 
mäßig begabten und den schlechten Schülern angehörte. Verf. fand die 
Resultate Gribssbacb's auch in Bezug auf die Ermüdungswirkung der ein¬ 
zelnen Lehrgegenstinde bestätigt; eine Ausnahme hiervon, macht nur der 
Zeichenunterricht, der in einem Falle Vaunod'b ermüdend wirkte, während 
Gbiessbach nach der Zeichenstunde entschiedene Erholung antraf. 
Mittelst eines einfachen und für weitere Untersuchungen sehr wohl 
geeigneten AJgesiometers suchte Verf. die Wirkung der Ermüdung auf die 
Schmerzempfindlichkeit zu ermitteln. Bei den meisten Schülern ergab 
sich Hyperalgesie zusammentreffend mit einer Herabsetzung der Taste 
empfindlichkeit. 
Der Gang der Untersuchung Ist auf mehreren Tafeln in Curvenform 
dargestellt Theodor Hille» (Wien). 
Frank N. Spindles. After-lillêtloil of Teich. Psychol. Rev. IV (6), S. 611 
bla 640. 1897. 
Die kürzeste Reizdauer für Nachempfindungen bei umfangreicherer 
Druckreizung ist 5 Secunden bei Anwendung von IW gr. Der Zusammen¬ 
hang mit den Nachempfindungen bei punktförmiger kurzer Reizeng muß 
trotz der Ausführungen des Verf. dahingestellt bleiben. Die Gewichte" 
wurden mittels runder, unten mit Papier versehener Platte von 1,7 cm, 
Durchmesser applicirt. Die Dauer dieser Nachenapfiedungen wächst mit 
Druck, und Reizdauer (in Complicirung ihrer Wirkungen), zeigt bei 1000 gr 
jedoch einen ausnahmslosen Rückgang. Zunahme der Reildauer erhöht 
bis zu 3 Minuten auch die Intervalle, bringt dann jedoch auch ©inen
        

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