Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Abhängigkeit der Empfindungszeit des Gesichtssinnes von der Intensität und Farbe des Reizlichtes
Person:
Vogelsang, Kurd
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36092/11/
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Kurd Vogelsang 
sind. Die Durchsicht der Tabelle zeigt, dafs das Verhalten der 
Empfindungsdauer bei den einzelnen Farben und den beiden 
Vpn. neben gewissen Übereinstimmungen beträchtliche Unter¬ 
schiede aufweist. Vor allem ist her vorzuheben, dafs bei Anwendung 
der Minimalreizung in Übereinstimmung mit den Angaben von 
Kronenbeegeb die Empfindungsdauer für blaues und rotes Licht 
gleich ist. Die Empfindungsdauer von Vo. ist bei Minimalreizung 
etwa 1,6 fach so grofs wie bei Fe. Bei Fe. nimmt mit an¬ 
wachsender Intensität des roten Lichtes die Empfindungsdauer 
erst zu und dann ab, so dafs die Empfindungsdauer beiMinimal- 
und Maximalreizung etwa gleich grofs ist. Bei Vo. nimmt die 
Empfindungsdauer für R.ot mit anwachsender Intensität beträcht¬ 
lich ab und nähert sich den Werten der Empfindungsdauer, 
welche bei Fe. mit dem Maximalreiz gemessen wurden. Bei 
blauem Licht nimmt bei beiden Vpn. mit anwachsender Intensität 
die Empfindungsdauer ab, jedoch bei Vo. stärker, so dafs die 
Differenzen der Empfindungsdauer bei Maximalreizung geringer 
werden. Bei beiden Vpn. ist die Empfindungsdauer bei Maximal- 
reizuncr mit rotem Licht deutlich gröfser als bei Maximalreizung 
mit blauem Licht. 
Tabelle 5 
Die Abhängigkeit der Empfindungsdaner von der Beliebtnngsintenaität 
Bel.-Intens. j 
in NK 
Empf.-Dauer 
in o 
Mittl. Var. 
in a 
Mittl. Fehler 
in °/o 
Farbe 
t—.----— 
0,043 
116,1 
Fröhlich 
3,3 
2,8 
Rot 
0,190 
131,9 
3,3 
2,3 
» 
2,360 
0,0065 
117,0 
5,6 
4,5 
i) 
118,0 
3,0 
2,6 
Blau 
0,100 
78,2 
3,2 
4,2 
1 JV 
0,750 
75,3 
2,5 
3,3 
» 
0,035 
180,9 
Vogelsang 
1,9 
1,0 
Rot 
0,190 
159,9 
6,9 
4’î 
» 
2 360 
112,8 
4,4 
3,5 
n 
0,0065 
176,2 
6,7 
3,8 
Blau 
0,145 
88,8 
5,2 
5,7 
n 
L550 
91,8 
4,2 
4,6 
n 
Bei Verwendung des eben ausmefsbaren Reizes war die 
Empfindung ungefärbt und s ihr wenig hell, ein flaches Helligkeits¬ 
maximum lag etwa in der Mitte der Empfindung. Mit anwachsender 
Intensität nahm die Helligkeit zu, der Helligkeitsanstieg wurde 
steiler, das Helligkeitsmaximum wurde früher erreicht. Dieses
        

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