Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Einfluß der Dunkeladaptation auf die Empfindungszeit und den zeitlichen Verlauf der Gesichtsempfindung
Person:
Kovács, Andreas
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36079/22/
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Andreas Kovâcs. 
Zur Erklärung der beistehenden Protokolle sei folgendes 
bemerkt. Bei allen Versuchen sind kurz die Bedingungen, unter 
welchen der Versuch ausgeführt worden ist, angegeben. Das 
sind: Datum, Stunde des Versuches, Versuchsperson, Beleuch¬ 
tungsverhältnisse im Freien, und die bei den Versuchen ver¬ 
wendete Lichtintensität in Normalkerzen. In der ersten Kolumne 
der Versuchsprotokolle ist die Zeit der Messung angegeben in 
Sekunden bzw. Minuten vom Beginn der Dunkeladaptation. In 
der zweiten Kolumne sind angegeben die Zahl der Beobachtungen, 
die zu einer Messung notwendig waren und die Intervalle, in 
welchen die Belichtungen vorgenommen wurden. Die Zahl 
III/15" bedeutet z. B. 3 Beobachtungen mit Intervallen von 15 
Sekunden. Diese Intervalle wurden von der Versuchsperson an 
Metronomschlägen ausgezählt. In der dritten Kolumne sind an¬ 
geführt die jeweilig gemessenen Spaltgeschwindigkeiten in Milli¬ 
metersekunden. In der vierten Kolumne sind eingetragen die 
gemessenen Verzögerungen in Millimetern, d. i. die Strecke 
zwischen dem Beginn der Spaltbahn und dem vorderen Rande 
des auftauchenden Lichtstreifens. In der fünften Kolumne ist 
die berechnete Empfindungszeit in Tausendstelsekunden = o ein¬ 
getragen. Die Empfindungszeit wurde nach dem Vorgänge 
Fröhlichs aus der Spaltgeschwindigkeit und der Entfernung des 
vorderen Randes des Lichtstreifens von dem Beginne der Spalt¬ 
bahn im Moment seines Auftauchens berechnet. Die im ein¬ 
zelnen dieser Versuche während der Dunkeladaptation einge¬ 
schalteten Ermüdungsbelichtungen, die im Sinne einer Hell¬ 
adaptation wirken, sollen erst weiter unten erörtert werden. Drei 
von den Versuchen sind in der Abb. 3 in Form von Kurven 
wiedergegeben. 
Die Protokolle und die Kurven der Abb. 3 zeigen, dafs mit 
einsetzender Dunkeladaptation die Empfindungszeit bis zur 5.—7. 
Minute sehr rasch absinkt, dann aber ein erhebliches Ansteigen 
erkennen läfst, das etwa bis zur 9. Minute dauert, dann sinkt 
die Empfindungszeit neuerdings rasch ab, um sich etwa von der 
30. Minute an einem Minimum der Empfindungszeit asympto¬ 
tisch anzunähern. Diese scheinbar paradoxe Zunahme der Emp¬ 
findungszeit im Anschlufs an die vorhergehende beträchtliche 
Abnahme erstreckt sich nur auf wenige Minuten, so dafs, wenn 
die Empfindungszeit nicht in diesem Stadium der Adaptation 
häufiger gemessen wird, sich diese Steigerung der Beobachtung
        

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