Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Unterschiedsempfindlichkeit für Farbentöne bei verschiedenen Farbensystemen
Person:
Sachs, Erich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36065/9/
Unterschiedsem\pfindlichkeit für Fcirbentöne bei versch. Farbensystemen 251 
Die Form der Kurven des Protanopen und des normalen 
Trichromaten stimmt im gemeinsamen Spektralgebiet prinzipiell 
überein. Bei dem normalen Trichromaten sind auch die abso¬ 
luten Werte der U.E. in guter Übereinstimmung, dagegen ist 
die U.E. des Protanopen etwa doppelt so grofs wie in der Rosen- 
CBANTZschen Reibe. Hieran mag einmal die höhere Helligkeit 
und dann vor allem eine durch Einstellung von Hunderten von 
Gleichungen erworbene Übung beteiligt sein, die uns eben ver- 
anlafste, den Übungserfolg abzuwarten und erst die Werte der 
letzten Reihe zu nehmen, deren Konstantbleiben das Ende der 
• • 
Ubungsverfeinerung anzugeben schien. 
Die Kurve des Protanomalen zeigt dagegen erheblichere 
Abweichungen von der des mittleren Protanomalen Stolp. 
Sie ähnelt vielmehr in dem starken Abfall der U.E. im lang¬ 
welligen Teil der Kurve des extrem Anomalen Rosencbantz, 
gegen die sie in diesem Spektralteil nach dem langwelligen Ende 
verschoben erscheint. Während für Rosencbantz das Minimum 
der U.E. zwischen 560 und 570 juju liegt, ist es bei Beehm um 
600 /i/j, etwa zu finden, und das charakteristische weitere Maximum 
der U.E. nach dem Orange hin, das bei Rosencbantz um Welle 
610 [ä[a liegt, befindet sich für Brehm bei 630 ////. 
Im kurzwelligen Teil folgt die Kurve von Beehm im wesent¬ 
lichen der von Rosencrantz, wenn auch ein Vergleich der ab¬ 
soluten Werte hier besonders schwierig ist, da die Kurve des 
mittleren Anomalen Stolp sich der Form nach annähernd den 
Kurven des Normalen und Protanopen anschliefst und eine Ent¬ 
scheidung sich auf die absoluten Werte der U.E. zu stützen 
hätte, die gerade hier wegen des starken Unterschiedes an Übung 
zwischen Beehm und den beiden anderen nicht auszuwerten sind. 
Wahrscheinlich hätte Brehm, entsprechend dem Verhalten von 
Rosencrantz, im kurzwelligen Teil noch eine beträchtliche Ver¬ 
feinerung der U.E. erreichen können und wäre dann mit seiner 
U.E. der U.E. des Normalen nahegekommen, die für Sachs im 
Gegensatz zu der von C. vom Hofe im allgemeinen geringer ist, 
als die des Protanopen Ahlenstiel in der entsprechenden Spektral¬ 
gegend. Jedenfalls darf soviel hinsichtlich des Vergleiches 
zwischen Beehm und den beiden anderen Protanomalen gesagt 
werden, dafs der Protanomale mittleren Grades Beehm in der 
Lage des Maximums und Minimums der U.E. sich dem extrem 
Protanomalen Rosencbantz anschliefst, während der absolute
        

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