Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Beobachtung von Tiefeneffekten bei binokularen Bewegungsnachbildern
Person:
Müller, H. K.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36057/8/
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H. K. Müller 
Die unter diesen Verhältnissen zu beobachtenden Erscheinungen 
lassen sich dahin charakterisieren, dafs Tiefenwanderungen im 
einen oder anderen Sinne immer dann deutlich wurden, wenn 
die pendelnde Scheibe in der Gegend ihrer Umkehrpunkte sich 
in ihrer objektiven Bewegung mehr und mehr verzögerte oder 
ganz still stand. Während der rascheren Schwingungsphasen, 
zumal beim Durchgang durch den Nullpunkt, war die durch die 
Verschmelzung der Bewegungsnachbilder hinzukommende Be¬ 
wegungskomponente nach der Tiefe unter meinen Beobachtungs¬ 
bedingungen immer ganz unterdrückt. Auch kam die Empfindung 
von Schrägbewegungen am objektiv bewegten Objekt naturgemäfs 
weniger sicher und deutlich zum Bewufstsein als am ruhenden. 
Abbildung 5 a und b 
Bei diesem Tatbestand leiten sich für das langsam pendelnde 
Objekt im wesentlichen 2 Typen von Scheinbewegungen her, 
denen gemeinsam ist, dafs Pendelbewegung und Tiefenbewegung 
sozusagen miteinander alternierten. Die eine Bewegungsform, 
die beobachtet wurde, wird am besten als eine mäanderartige 
gekennzeichnet, indem die Scheibe in der Gegend der Umkehr¬ 
punkte jedesmal eine deutliche Scheinbewegung nach der Tiefe 
erfuhr und die neu gewonnene Tiefenlage nun für die nach¬ 
folgende Pendelschwingung beibehielt (s. Abb. 5 a und 5 b). Die 
zweite Bewegungsart war eine schleifenförmige: auch bei ihr fand 
in der Nähe des Umkehrpunktes die scheinbare Tiefenverlagerung 
der Scheibe statt, schien jedoch bei dem Anschwingen des Pendels 
nach der anderen Seite wieder verloren zu gehen, so dafs die 
Schwingungsebene des Pendels dieselbe blieb (s. Abb. 6 a und 6b).
        

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