Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ein Fall von Magensprache bei einem normalen Menschen
Person:
Scripture, E. W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit36050/2/
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E. W. Scripture 
eines normalen Menschen zu untersuchen, welcher sich beliebig 
der Magensprache bedienen konnte. 
Dr. M. M., gebürtiger Amerikaner, Experimentalphonetiker, 
erzählt, dafs er als ganz junger Schulknabe in Gemeinschaft mit 
seinen Schulkameraden sich zum Spafs in der Magensprache 
eingeübt hat. Jetzt kann er ohne Mühe Luft in den Magen 
hinunterschlucken und nachher kurze Sätze damit sprechen. 
Dabei bleibt der Kehlkopf unbeteiligt. Nach mehr als fünfzehn¬ 
jähriger Erfahrung besitzt er eine ziemliche Gewandheit. Er 
kann auch einen kurzen Ton singen. Der Klang seiner Magen¬ 
sprache ist derjenigen von operierten Leuten gleich. Im Ver¬ 
gleich mit seiner Kehlkopfsprache ist seine Magensprache tiefer 
und hohler. 
Abbildung 1 
Es wurden Aufnahmen nach der graphischen Methode ge¬ 
macht. Die obere Linie in Abbildung 1 ist die Registrierung 
von Hippopotamus in der Magensprache. Sie fängt mit einer 
äufserst kurzen scharfen H an. Darnach folgen die Wellen für 
den Vokal i. Die fallende Linie, die Strecke Nullinie und die 
steigende Linie registrieren die Implosion, Stoppzeit und Explo¬ 
sion eines sehr genauen pp. Die Schwingungen für ö werden 
von Implosion. Stoppzeit und Explosion des p gefolgt ; die 
Schwingungen hören aber nicht auf. Nachher folgen ziemlich 
unregelmäfsige Schwingungen. Von t und m sind nur schwache 
Andeutungen vorhanden. Die eigentümliche Form der Wellen 
in dieser Region entspricht dem besonderen Klang der Magen¬ 
sprache. Die zweite Linie in der Abbildung ist die Registrierung 
desselben Wortes in normaler Weise von derselben Person ge¬ 
sprochen. Das H erscheint als ein leiser Hauch. Der Vokal i 
ist kürzer als der entsprechende Vokal in der Magensprache.
        

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