Bauhaus-Universität Weimar

Physiologische Fehlerquellen der Auslöschphotometrie 
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Die Fixation läfst sich nur mit Mühe länger als Bruchteile einer 
Sekunde aufrecht erhalten. Darin liegt die Hauptschwierigkeit 
des fovealen Beobachtens. 
Der Unterschied zwischen dem fovealen und dem extra- 
fovealen Schwellenwert ergibt sich aus 4 auf dem Hohen 
Sonnblick, Hohe Tauern, 3106 ü. M.1 angestellten Beobachtungs- 
m 
reihen zu rund 2,5, vgl. Tab. 2, aus 18 Beobachtungsreihen mit 
blofsem Auge am durchsichtigen, mondlosen Potsdamer Himmel 
m 
im Mittel zu 2,2 Gröfsenklassen, vgl. Tab. 3. 
Tabelle 3 
1928, Dez. 9 Beobachter: F. Löhle 
20—21. M. E. Z. Ort: Astrophys. Observatorium, Potsdam 
Bezeich- 
Farbe 
Gröfse 
Ort 1900 
P. D. 
P. D. 
Beobachtungsergebnisse 
nung 
Foveale Sichtbarkeitsgrenze 
21 27 70 
ß Cep2 
w+ 
m 
3,48 
+ - 
+ - 
+ - 
+ + 
22 46 66 
1 » 
G 
3,68 
- + 
b 
+ - 
- + 
23 35 77 
7 » 
G — 
3,43 
+ - 
H—b 
H— 
+ - 
22 07 58 
* „ 
G+ 
3,60 
- + 
+ - 
-\— 
--b 
15 21 72 
y Umi 3 
GW 
3,34 
+ - 
H-- 
+ - 
--b 
01 47 63 
s Cas4 
GW— 
3,64 
+ - 
+ - 
--h 
+ - 
00 34 30 
6 And 5 
G 
3,48 
H— 
H— 
H—h 
H-- 
21 08 30 
S Cyg6 
G 
3,45 
+ + 
+ - 
+ — 
+ - 
21 01 44 
i » 
RG— 
3,80 
-+.I 
+ - 
+ - 
--h 
Extrafoveale Sichtbarkeitsgrenze 
23 15 42 
10 And6 
G 
m 
5,78 
+ - 
- + 
- + 
H— 
23 15 48 
H „ 
G— 
5,54 
H— 
+ — 
- + 
+ - 
23 22 42 
13 „ 
GW 
5,92 
H—b 
- + 
— — 
- + 
+ - 
H— 
+ - 
+ - 
+ - 
+ - 
+ - 
H— 
- + 
--|_ 
H— 
Laboratoriumsmessungen von W. Hassenstein und F. Löhle7 
führten dagegen zu einem Verhältnis des fovealen zum extra- 
fovealen Schwellenwert von rund 40 entsprechend 4 astron. Gröfsen¬ 
klassen. Der Widerspruch ist ein nur scheinbarer. Die extra- 
1 In der Zeit von Mitte Oktober bis Mitte November 1928. 
2 Cephei. 3 Ursae minoris. 4 Cassiopeiae. 5 Andromedae. 6 Cygni. 
7 F. Löhle, Z. S. f. Physik 54, 137 (1929). 
Zeitschr. f. Sinnesphysiol. 60 
16
        

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