Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der rhythmische Wechsel in der Auffassung räumlich-zweideutiger geometrischer Figuren (Zugleich ein Beitrag zur Frage nach der physischen Grundlage eines Erlebnisses)
Person:
Eichler, Walter
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit35991/40/
Rhythm. Wechsel in cler Auffassung räumlich-zweideutig er geom. Figuren 193 
Weiterhin wurde auf eine im Text beschriebene einfache Weise 
die requenz des Rhythmus (also unabhängig von den Reaktions¬ 
zeiten) gemessen. 
Die rechnerische Auswertung dieser 5 Meßwerte ergab; daß 
die Werte nicht zufällig sind, vielmehr durch 3 ganz bestimmte, 
^ oneinander unabhängige Gesetzmäßigkeiten innerlich miteinander 
veibunden sind, daß sie alle Ausdruck eines gegebenen primären 
Rhythmus der Auffassungsweise sind, daß also der Umschlag der 
Auffassung nicht auf zufällige Augenbewegungen zurückzuführen 
ist. Die Bedeutung der letzteren ward erörtert und andere Faktoren, 
A thmik in Frage kommen, werden aus¬ 
geschlossen. 
Er stellt sich als notwendige Folgerung heraus, daß die 
Rhythmik des Erlebnisses nicht auf „Hemmungsprozesse“ zurück¬ 
geführt werden kann. 
Die Rhythmik des Erlebnisses wird als Ausdruck des periodisch- 
stationären Zustandes eines gestalteten physischen Systems (des 
somatischen Feldes) angesehen. Allgemein wird jedes Erlebnis 
als Ausdruck des dynamischen Zustandes eines gestalteten 
physischen Systems definiert. Die Theorie arbeitet mit den Be¬ 
griffen der Gestalttheorie. 
Die Verallgemeinerung der Theorie auf das Problem des 
Wettstreites der Sehfelder sowie der Rhythmik zentraler anta- 
i/ 
gonistischer Innervation halte ich für möglich, und zwar in 
folgendem Sinne: Das somatische Feld ist kein Mosaik (Zentren) 
sondern eine Einheit. Die Mannigfaltigkeit der Feldleistungen 
(Erlebnisse, koordinierte Innervation) wird ermöglicht durch die 
Mannigfaltigkeit der möglichen dynamischen Strukturen des 
ganzen Feldes.
        

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