Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Egozentrische Lokalisation. I. Mitteilung: Optische egozentrische Richtungslokalisation
Person:
Fischer, M. H. A. E. Kornmüller
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit35989/49/
Egozentrische Lokalisation 
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„scheinbar in Augenhöhe, scheinbar Gleichhoch mit den Augen“ 
erwecken. Wir sind uns klar darüber, daß man bei solchen 
Einstellungen mit einer gewissen Überlegung vorgeht, ganz 
ähnlich w ie schon oben betreffs der Lokalisation des monokularen 
„Geradevorne“ berichtet wurde. Das geht aus dem häufig sehr 
unbestimmten psychologischen Eindrücke „Gleichhoch“ mit großer 
Deutlichkeit hervor. Wir beziehen ja unsere Sinneseindrücke 
für gewöhnlich keineswegs auf das vermittelnde Sinnesorgan. 
Diese Untersuchungen können also jenen über die sM nicht als 
gleichwertig zur Seite gestellt werden. Die wenigen Versuche, 
die hier zunächst für uns von Interesse waren, sind mit derselben 
Einrichtung durchgeführt worden, wie sie seinerzeit M. H. Fischee 1 
verwendet hat. Auch die Eichung erfolgte in der gleichen Weise. 
S. 9. 10. 11. 12. 
6. 7. 
Abb. 22. Darstellung der täglichen Schwankungen des „scheinbaren 
Horizontes" (sH) an 5 aufeinanderfolgenden Tagen. Auf den Abszissen 
sind die verschiedenen Tage angegeben, auf den Ordinaten die Abweichungen 
des scheinbaren Horizontes von der sog objektiven Augenhöhe 
Abb. 23. Lokalisation des scheinbaren Horizontes in 12 aneinander an¬ 
schließenden Einstellungen nach einer vorausgegangenen Blickhebung von 
1 Minute Dauer. Darstellung ähnlich wie in Abb. 5. Die bei den einzelnen 
Einstellungen gefundenen Werte lauten wie folgt : -f- 2, A: 0, — 8,_15,_11, 
— 17, —32, —20, —24, —26, — 23, — 16 
Die Beobachtungsdistanz — gemessen vom knöchernen Rande 
des äußeren Augenwinkels — betrug 77 cm. Als objektives Be¬ 
zugssystem erscheint überall die objektive Augenhöhe, gegeben 
1 M. H. Fischer, Pflügers Arch. 188, 161 (1921). 
Zeitschr. f. Sinnesphysiol. 61 
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