Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhängigkeit der Tonhöhenempfindung von der Lautstärke und ihre Beziehung zur Helmholtzschen Resonanztheorie des Hörens
Person:
Zurmühl, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit35988/44/
Abhängigkeit der Tonhöhenempfindung von der Lautstärke usw 
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Größe -p- bei variablem N höchstens in dem Maße ändern darf, 
daß noch eine umgekehrte Proportionalität in dem obengenannten 
Sinne bestehen bleibt. Weitere Aussagen können vorerst nicht 
gemacht werden. 
Zusammenfassung 
Von J. R. Ewald wird unter mannigfachen Einwänden gegen 
die HELMHOLTZsche Resonanztheorie des Hörens die Abhängigkeit 
der Tonhöhenempfmdung von der Lautstärke . als besonders 
schlagend hingestellt. 
In vorliegender Arbeit werden über die bisher als nicht ein¬ 
deutig befundene Erscheinung der empfundenen Tonhöhenände- 
rung systematische Untersuchungen mit Tönen von 120 bis 4000 
Hertz und verschiedene Lautstärken an 29 Vpn. durchgeführt. 
Zur Tonerzeugung dienen elektrische Schwingungskreise, 
welche in Verbindung mit einem Geräuschmesser nach Baek- 
hausen, mit einem Röhrenvoltmeter und mit Interferenzröhren 
nach Geütznee und Saubeeschwaez genaue Kontrolle und Regu¬ 
lierung der Tonhöhe, Lautstärke und Klangzusammensetzung der 
benutzten Töne bzw. Klänge gestatten. 
Es wird besonderes Gewicht darauf gelegt, den physiologisch 
bedingten Anteil der Erscheinung von den durch Inkonstanz der 
Ponquelle physikalisch und von den durch Vorhandensein von 
Obertönen psychologisch verursachten Wirkungen zu trennen, 
und zahlenmäßig die Art und Stärke der Erscheinung bei Ver¬ 
wendung verschiedener Lautstärken und Tonhöhen zu ermitteln. 
Hie Versuche mit reinen Tönen ergeben, daß bei sehr ge¬ 
ringer Lautstärke durch Amplitudenvergrößerung in vielen Fällen 
Erhöhung und in einigen Fällen Erniedrigung oder gar keine 
Änderung der empfundenen Schwingungszahl eintritt. Hie Er¬ 
höhung beträgt im Höchstfall 1/16 Ton und ist als psychologisch 
verursacht anzusehen. 
Bei mittleren und lauten Tönen wird durch Amplituden¬ 
zunahme stets eine Vertiefung bewirkt. Hie Vertiefung nimmt 
mit der Lautstärke zu. Sie besitzt je nach Umständen eine Größe 
bis zu x/2 Ton. 
Has Phänomen der Vertiefung nimmt zwischen 200 und 
3000 Hertz mit Zunahme der objektiven Schwingungszahl ab. 
An verschiedenen Vpn. kann die empfundene Tonvertiefung 
bis um 100 % verschieden ausfallen. 
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