Bauhaus-Universität Weimar

358 
Experimentelle Beiträge zur Psychologie des 
Erkennens. 
Von 
Karl Groos. 
II. Die Anregung* you Fragen bei Schülern. 
In meinem ersten Beitrag"1 hatte ich über Experimente 
berichtet, bei denen die Arten der in Fragen auftretenden 
Denkbeziehungen an Studirenden untersucht wurden. Anstatt 
nun den zweiten Beitrag, wie eigentlich beabsichtigt war, aus- 
schliefslich einer Erörterung über die hierbei verkommenden 
Schlufsprocesse zu widmen, möchte ich an dieser Stelle die 
wesentlichsten Ergebnisse einer Fortführung jener Versuche in 
kinderpsychologischem Interesse mittheilen und daran einiges 
Theoretische anschliefsen. 
Die Möglichkeit dieser Fortführung verdanke ich dem freund¬ 
lichen Entgegenkommen des Herrn H. Grükewald, eines Lehrers 
an der Kgl. Präparandenschule zu Herborn, der sich durch seine 
Beiträge in den „Kinderfehlern" und anderen psychologisch¬ 
pädagogischen Zeitschriften bekannt gemacht hat. Herr Grüne¬ 
wald hat zuerst an allen 4 Classen der Präparandenschule in 
Herborn und darauf an der obersten Classe der Volksschule zu 
Erbenheim meine Basler Versuche so wiederholt, dafs er sich 
in Herborn in der Hauptsache noch an die von mir gewählten 
Themata hielt (einige Veränderungen und Vermehrungen wurden 
indessen auch hier vorgenommen), während er für die Erben- 
heimer Classe selbständig 33 neue Themata aufstellte, die sich 
dem Fassungsvermögen jugendlicherer Schüler eher anpafsten. 
Auch diese neuen Themata waren schon auf Fragen aus be¬ 
sonderen kategoralen Gebieten angelegt. So lautete z. B. das 
1 Vgl. diese Zeitschr. 25, S. 145 ff.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.