Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Einfluß der Adaption auf die Erscheinung des Flimmerns.
Person:
Schaternikoff, M.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit33711/1/
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(Aus dem Physiologischen Institut zu Freiburg i. B.) 
lieber den Einflufs der Adaptation auf die Erscheinung 
des Flimmerns. 
Von 
Dr. M. Schaternikoee aus Moskau. 
(Mit 3 Fig.) 
Unter den Thatsachen, die sieh auf die Erscheinung des 
sogen. Flimmerns bei Reizung des Sehorgans mit intermittirendem 
Licht beziehen, dürfte die bekannteste die sein, dafs mit steigen¬ 
der Intensität des intermittirend einwirkenden Lichtes die 
Frequenz der Unterbrechungen eine immer gröfsere werden mufs, 
wenn das Flimmern aufhören und die Empfindung eine stetige 
sein soll. Dagegen ist meines Wissens noch durch keine directen 
Beobachtungen geprüft wrorden, ob ähnlich wie die Stärkever¬ 
mehrung der Lichtreize auch die Erregbarkeitssteigerung des 
Sehorgans durch Dunkeladaptation wirksam wird. Bei den 
meisten auf die Erscheinung des Flimmerns bezüglichen Unter¬ 
suchungen ist vielmehr auf die Adaptation überhaupt nur wenig 
oder gar keine Rücksicht genommen worden. Bei den Versuchen 
von Polimantx 1 wurde Sorge getragen, das Auge dauernd in 
möglichst gut helladaptirtem Zustande zu erhalten. Ich folgte 
daher gern dem Vorschlag von Herrn Prof. v. Kries, den Ein¬ 
flufs der Adaptation auf die Erscheinung des Flimmerns zu 
untersuchen ; und zwar wurde dabei ausschliefslich die Frage 
ins Auge gefafst, in welcher Weise die für Erzeugung einer 
stetigen Empfindung erforderliche Frequenz der Intermission (sie 
mag im Folgenden die Verschmelzungsfrequenz heifsen) 
durch die Adaptation beeinflufst wird. Auch wurden die Ver- 
1 Diese Zeitschrift 19, S. 263. 
Zeitschrift fiir Psychologie 29. 
16
        

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